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Mandelmilch und Kaffee – ein Selbstversuch

Feiner Mandelmilchschaum fuer Cappuccino

Sehr oft werde ich in letzter Zeit nach Alternativen zu Kuhmilch gefragt.
Welche Milch verwendest du? Gibt es für dich eine Alternative zur Kuhmilch?
Wenn du eine Alternative verwendest, wie lässt sie sich am besten aufschäumen?
Ganz klar, ich trinke gerne Kaffee und trinke ihn oft mit Kuhmilch.
In loser Folge werde ich euch die verschiedenen Milchalternativen vorstellen und von meinen persönlichen Erfahrungen berichten.
Zuerst habe ich  Mandelmilch ausprobiert.
Im Kaffee neigt Mandelmilch leicht dazu flockig zu werden, doch dazu später mehr.
Aufschäumen lässt sie sich prima und das ergibt einen feinen, gleichmäßigen Schaum, der besonders gut zu Cappuccino passt. Bei meinen Versuchen ist mir zudem aufgefallen, dass ich Mandelmilch im Müsli auch richtig lecker finde.

Feiner Mandelmilchschaum fuer Cappuccino

Mandelmilch im Kaffee – wie schmeckt das?

Mandelmilch schmeckt nussig und leicht süsslich. Mandelmilch ist reichhaltiger als Kuhmilch und auch dickflüssiger. Mir schmeckt Mandelmilch im Cappuccino besonders gut zu meinem ebenfalls leicht nussigen Little Flower Espresso
Wenn du gerne einen besonders kräftigen Kaffee mit Mandelmilch trinken möchtest, empfehle ich dir meinen Sumatra Filterkaffee.

Mandelmilch flockt im Kaffee aus, ist das normal?

Das Ausflocken von Mandelmilch kommt durch den Temperaturunterschied zwischen Kaffee und Mandelmilch zustande. Das Ausflocken kannst du einfach vermeiden: Gieße nie kalte Mandelmilch in den heißen Kaffee. Wenn beide Flüssigkeiten die gleiche Temperatur haben flockt nichts aus.
So sollte für ein heißes Getränk die Mandelmilch erwärmt werden.
Für einen Eiskaffee solltest du die Mandelmilch vorher kühlen.

Ist der Milchschaum aus Mandelmilch eine gute vegane Alternative, für meinen Kaffee?

Ja, in jedem Fall. Bisher eine der besten Alternativen, die ich getestet habe.
Doch was mir aufgefallen ist: Es gibt so große Unterschiede bei Mandelmilch, jeder Hersteller nimmt unterschiedliche Zutaten und hat eigene Zusammensetzungen.
Besonders bedenklich finde ich den Zusatz von Zucker und Emulgatoren.
Manchmal werden auch Zutaten hinzugefügt, von denen ich ohne Nachschlagen nicht weiß, was es sein soll. Da lasse ich dann lieber die Finger von.

Ist Mandelmilch gesund?

Als Milchersatz ist Mandelmilch prima, denn sie ist reich an ungesättigten Fettsäuren und besonders magenbekömmlich. Die Vorteile von Mandelmilch:

  • keine Laktose
  • keine Soja-Proteine
  • kein Gluten
  • kein Milcheiweiß
  • für Lebensmittelallergiker geeignet

Kann ich Mandelmilch für meinen Kaffee selber herstellen?

Ja, auf jeden Fall.
Das Beste vorab, es ist ganz einfach, du brauchst nur zwei Zutaten:
Mandelmilch besteht aus zwei Zutaten

Deshalb versuche ich immer meine Mandelmilch selber herzustellen.
Zumal ich so sicher sein kann, dass kein Zucker zugesetzt wird.
Hier mein Rezept:

  • ich weiche 200g Mandeln ein, bevor sich sie mahle, das macht die Mandeln leichter verdaulich
  • eine Handvoll Mandeln über Nacht in Wasser einweichen, das Einweichwasser kann danach weggeschüttet werden
  • die eingeweichten Mandeln gebe ich in einen Mixer und mahle sie
  • nach und nach füge ich 0,5 Liter Wasser hinzu
  • so lange pürieren, bis sich eine milchige Flüssigkeit bildet
  • je nach Wunsch noch mit weiterem Wasser verdünnen
  • die Mandelmilch passiere ich noch durch ein dünnes, sauberes Küchentuch. Dafür nehme ich eine Schüssel und lege das Tuch hinein. Dann gieße ich die Mandelmilch in die Schüssel. Mit dem Tuch entferne ich die gröberen Bestandteile der Milch.

Möchtest du deine Mandelmilch gesüßt haben, dann empfehle ich dir folgende Zutaten:

  • Datteln, mein Tipp: ca. 6 Stück
  • Agavendicksaft
  • Kokosblütenzucker

Gut verschlossen in einer Glasflasche oder einem Schraubglas, bleibt Mandelmilch 
2 – 4 Tage haltbar.

Die Inhaltsstoffe von Mandelmilch

Mandelmilch ist reich an Vitaminen (B1, B3, B3, B5, B6, B9, C, E und K) Spurenelementen und ist zusätzlich ein guter Lieferant von Magnesium, Eisen, Kalium und Zink.
1 Glas Milch (250 ml) ist mit 60 kcal leichter als ein Glas Kuhmilch und kann auch in Sachen Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett ordentlich punkten. Mandelmilch als Milchersatz ist besonders reich an ungesättigten Fettsäuren und besonders magenbekömmlich.
Dafür ist der Gehalt an Kalzium vergleichsweise gering.

 1 Glas (250 ml) Mandelmilch enthält folgende Inhaltsstoffe: 

  • 60 kcal / 250 kj
  • 1,25 Gramm Eiweiß
  • 7,5 Gramm Kohlenhydrate
  • 2,75 Gramm Fett

Mandelmilch für den Kaffeevollautomaten?

Bei Mandelmilch für den Kaffeevollautomaten sind meine Ergebnisse nicht so gut. Der Milchschaum ist nicht richtig fest und nicht cremig. Außerdem fällt er sehr schnell wieder zusammen.
Etwas besser gelingt es, wenn dein Kaffeevollautomat eine externe Milchaufschaumdüse hat, dort kannst du besser Einfluß auf die Temperatur nehmen.

Mandelmilch im elektrischen Milchaufschäumer zubereiten

Das klappt deutlich besser.
Hier habe ich ein paar Tipps für dich:

  • der Milchaufschäumer muss absolut trocken sein
  • Spülmittelreste verhindern das Aufschäumen, bitte immer den Milchaufschäumer gründlich reinigen
  • die Mandelmilch darf nicht zu heiß werden, deshalb ist mein Tipp, den Milchaufschäumer ruhig nach der Hälfte ausschalten und kalt weiterschäumen
  • ich finde das Aufschäumen klappt am besten, wenn die Mandelmilch Raumtemperatur hat
  • doch auch frisch aus dem Kühlschrank gelingt ein cremiger Schaum hervorragend

Ein Rezept mit Kaffee und Mandelmilch – eine Frühstücksalternative – der Kaffee-Shake

Magst du Shakes auch so gerne wie ich?
Shakes sind für mich immer eine gute Alternative, wenn es morgens mal schnell gehen muß. Bevor ich ohne Frühstück aus dem Haus gehe, bereite ich mir gern diesen einfachen Shake zu.
Die meisten Zutaten habe ich immer im Haus, die Vorteile:

  • der Espresso macht dich wach
  • die Mandelmilch enthält gesunde Fette und Vitamine, ein toller Start in den Tag
  • die Banane versorgt deinen Körper mit Energie aus langsamen Kohlenhydraten
  • Chia-Samen, sind allround Talente, sie liefern Omega-3-Fettsäuren, Calcium, Zink und Eisen
  • all diese Inhaltsstoffe schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und stärken die Knochen und das Immunsystem

Espresso-im-Mandelmilch-Shake

Kaffee-Mandelmilch-Shake

Der Kick-Start in den Morgen, Kaffee und Frühstück in einem Getränk
Autor: Nicole Kirschner

Zutaten

  • Stück Banane
  • Espresso
  • 200 ml Mandelmilch
  • EL Chia Samen
  • 1 TL Kokosraspel - optional
  • 1 TL Kakaopulver - optional

Anleitungen

  • Zunächst die Chia Samen zermahlen. Ich nehme den Standmixer, da er hinterher weitergenutzt wird. Dann gebe ich nach und nach die restlichen Zutaten hinzu. Alles gut mixen. Besonders im Sommer achte ich darauf das alle Zutaten kühl sind, selbst die Banane lege ich schon abend in den Kühlschrank.
    Wenn ihr es besonders kühl mögt, dann friert die Banane am Vorabend ein

Mandelmilch im Kaffeeshake

Mein Fazit zu Mandelmilch im Kaffee

Mandelmilch kann ein guter Ersatz für Kuhmilch sein, allerdings nur wenn die Milch selber hergestellt wird. Die von mir getestete industrielle Mandelmilch ist zu süß. Teilweise schmeckte die Milch so sehr nach Mandel, das es mich an Marzipan erinnert.
Zuviel Mandelgeschmack und zu wenig Kaffeegeschmack.

Wie sieht es bei dir aus?
Hast du schon mal einen Ersatz zu Kuhmilch getestet?

Deine
Nicole

 

 

Die perfekte Crema

Crema-so -wird-sie-perfekt

Und jetzt ein Espresso… mit einer schönen Crema.
Ist das für dich auch der krönende Abschluß eines tollen Abendessens?
Auch am Nachmittag, finde ich das ein Espresso , mit satter Crema ein richtige Genuß ist -hmmmm. Doch was ist diese Crema überhaupt? Wie entsteht Crema?
Und die wichtigste Frage, wie schmeckt Crema? Mit der wichtigsten Frage fange ich direkt mal an:

Wie schmeckt Crema?

Die Crema ist für mich immer die Verheißung auf einen tollen Espresso. So sieht der Espresso richtig schön aus. Doch leider schmeckt die Crema nicht. Nimm mal einen Espressolöffel und teste. Die Schaumschicht auf deinem Espresso schmeckt bitter.
Deshalb solltest du vor dem ersten Schluck unbedingt deinen Espresso umrühren.

Was ich soll die Crema zerstören? Ja, um den vollen Geschmack zu bekommen, musst du umrühren, denn nur so werden die Extraktionsergebnisse vermischt.

Ein Espresso wird nämlich phasenweise extrahiert

  • zuerst die Säure
  • dann die Süße
  • zum Schluß die Bitterkeit

Damit dein Espresso gut schmeckt, solltest du umrühren um alle Phasen miteinander zu verbinden.

Was ist Crema eigentlich?

Die Crema auf deinem Espresso ist eine dichte, goldbraune Schaumschicht.
Sie hat eine feinporiger Konsistenz, hat eine haselnussbraune Farbe mit leichter bis ausgeprägter Maserung. Die Maserung erinnert an ein Leopardenfell, italienisch: tigratura, ist keinesfalls „Dreck“ auf der Crema sondern bestätigt die perfekte Ausführung. Ansonsten sollte die Crema so beschaffen sein, das sie sich nachdem Umrühren wieder schliesst und an den Innenwänden der Tasse hängenbleibt.

Wie entsteht Crema?

Jetzt kommt ein bißchen Kaffeechemie: Während des Röstvorganges entsteht in den Kaffeebohnen Kohlendioxid (CO2). Die Crema entsteht in dem Moment wo Wasser das Kohlendioxid in den Kaffeebohnen löst. Das heiße Wasser wird mit Kohlendioxid gesättigt und gibt dieses Gas als winzige Bläschen frei. Die Bläschen sammeln sich als stabile golddbraune Schaumschicht auf deinem Espresso.
Hat dein Espresso die so typische Maserung oder auch Tigercrema genannt sind das größtensteils Öle und Schwebstoffe der Bohnenwand.

perfekte-crema-aus-dem-siebträger

Wie sollte eine ideale Crema aussehen?

Wenn bei der Zubereitung deines Espresso alles optimal war, dann sollte dieser eine feinporige, tief goldbraune Crema ohne große Blasen oder Löchern haben. Nach dem sich die Crema nach dem Brühvorgang in der Tasse gesetzt hat und sollte sie nicht allzu schnell in sich zusammenfallen. Die Crema sollte bis zu zwei Minuten auf der Oberfläche des Espressos stehen bleiben und erst dann von der Oberfläche verschwinden.
Ein beliebter Crema-Test, ist folgender:  Mit dem Stiel eines Löffels wird in der Crema eine kleine Linie gezogen. Schließt sich die Crema wieder schnell, gilt der Test als bestanden.
Noch bekannter ist sicherlich die „Inselprobe“ oder auch Zuckertest genannt. Streue Zucker auf den Espresso, dieser sollte zunächst auf der Crema liegen bleiben und erst später langsam zu Boden sinken. Klappt das? Dann handelt es sich um eine  gelungene stabile Crema.

Wie gelingt mir eine optimale Crema?

Hier habe ich ein paar Punkte für dich zusammengestellt:

  • frisch geröstete Espressobohnen
  • sehr fein gemahlene Bohnen – ebenfalls frisch
  • Menge Kaffeepulver ca. 7g
  • Wassermenge ca. 25ml
  • Brühdruck 9 bar
  • Durchlaufzeit 25- 29 Sekunden
  • Brühtemperatur ca 94 Grad

Der richtige Mahlgrad ist extrem wichtig für einen geschmackvollen Espresso und damit auch für eine feste Crema. Ist der Mahlgrad zu grob, wird die Crema wässrig und löst sich rasch auf.
Ist der Mahlgrad zu fein, wird die Crema zu dunkel und der Espresso schmeckt bitter

Frischer Kaffee bildet die beste Crema. Ja älter Espressobohnen sind, desto mehr CO2 haben sie verloren. Das heißt desto weniger Crema. Frisch gerösteter Kaffee erzeugt die beste Crema. Jedoch sollte röstfrischer Kaffee, erstmal bis zu 14 Tagen ruhen, dann hat er seinen vollen Geschmack entfaltet und ist ausgegast.

Robusta oder Arabica Kaffee, welche Bohne liefert die Crema?

 

Die gute Nachricht direkt am Anfang. Beide Kaffeebohnen sorgen für eine gute Crema,
bei richtiger Zubereitung.
Arabica Bohnen verleihen dem Espresso eine dünne, deutlich kurzlebige Crema.
Im Gegensatz zur Robustabohne, die Crema ist satter und dichter.
Warum das so ist?  Robusta hat einen sehr niedrigen Ölgehalt. Dieser niedrige Ölgehalt  sorgt für die satte und stabile Crema. Daher enthalten Kaffeemischungen häufig einen Robusta Anteil. Meine kräftige Hausmischung hat auch eine Robusta Beimischung von 10%, damit ist eine dichte Crema, bei guter Zubereitung, garantiert.

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Crema zu hell? 

Die Crema auf deinem Espresso ist hell und dünn und weist größere Bläschen auf, was ist passiert:

  • es liegt eine Unterextraktion des Kaffeemehls vor, daher
  • schmeckt der Kaffee flach und dünn
  • das Wasser ist zu schnell durch das Kaffeemehl geflossen
  • der Mahlgrad ist zu grob
  • die Brühtemperatur zu niedrig
  • der Brühdruck ist zu gering (Problem einer Siebträgermaschine)
  • alte Espressobohnen
  • zu wenig Kaffeemehl

Crema zu dunkel?

Die Crema auf deinem Espresso ist dunkel und riecht verbrannt. Die Crema-Oberfläche ist auffällig ungleichmäßig. Helle Flecken/ Inseln befinden sich in den dunkleren Bereichen.
Was ist passiert:

  • es liegt eine Überextraktion des Kaffeemehls vor
  • der Espresso schmeckt zu kräftig, leicht verbrannt und bitter
  • das Wasser ist zu langsam durch das Kaffeemehl gelaufen
  • dabei ist der Fluss immer wieder abgebrochen und der Espresso tröpfelte langsam aus dem Siebträger heraus
  • der Mahlgrad ist zu fein
  • die  Brühtemperatur ist zu hoch
  • der Brühdruck ist zu hoch
  • zu viel Kaffeemehl

Tipps und Tricks – rund um die Crema

  • zu weiches Wasser, kann zu einer schlechten Cremabildung führen.
    Für die Kaffeezubereitung ist Wasser mit einem pH-Wert um 7 (neutral)zu empfehlen
  • ist deine Maschine sauber? Kaffeeöle lagern sich ab und beeinträchtigen nicht nur den Geschmack, sondern auch die Bildung deiner Crema
  • nimm frische Kaffeebohnen
  • mahle stets frisch
  • Kaffeebohnen mögen es nicht warm. Es entsteht weniger Crema und der Kaffee kann ranzig werden

Bitte die Crema nicht überbewerten – denn

die Crema gibt keine Auskunft ob es sich um hochwertigen Rohkaffee handelt. Auch über den Röstvorgang gibt sie keine Auskunft. Handelt es sich um eine schonende Trommelröstung oder wurden die Bohnen industriell geröstet? Doch gerade diese Punkte sind wichtig wenn es um einen guten Espresso geht. Eine dichte, satte Crema ist gut, doch nicht das ausschlaggebende Kriterium.
Der Espresso muss dir schmecken, du bist dein wichtigster Kaffeekritiker.

Crema-so -wird-sie-perfekt

Ist die Crema auf dem Espresso bei dir zuhause eine Thema?
Ich freue mich auf deine Antworten
Nicole

 

Kaffee aufbewahren – so behält Kaffee sein Aroma

Dein Griff zur Kaffeedose, zum Glück für einen Kaffee reicht es noch.
Während du mit deinem Lieblingskaffee in der Hand am Frühstückstisch sitzt, stellst du fest das die erste Tasse Kaffee des Tages immer schmeckt. Und doch, hat der Kaffee nicht noch besser geschmeckt als die Packung Kaffee frisch war. Ja, ohne das ich bei dir am Frühstückstisch sitze weiß ich das es so ist. Kaffee aufbewahren ist das Stichwort.
Ein paar Tipps und Tricks rund um die Lagerung deines Lebenselexiers.

Die Keramikdose mit Gummiring eine gute Moeglichkeit um Kaffee aufzubewahren

Kaffee aufbewahren – ein empfindliches Frischeprodukt

Dein Kaffee ist ein Frischeprodukt und wie jedes frische Produkt verliert er im Laufe der Zeit an Qualität. Das Aroma ist eines der Qualitätsmerkmale.
Leider ist das Kaffeearoma immer wieder durch natürliche Feinde bedoht :

  • Sauerstoff
  • Feuchtigkeit
  • Wärme und Licht

Luft und Licht, lassen deinen Kaffee alt schmecken

Sauerstoff ist für den Oxidationsprozess verantwortlich. Oxidation kennt ihr bestimmt im Bezug auf Kupfer. Kupfer oxidiert mit Sauerstoff und wird grün, ein gutes Beispiel dafür sind Kirchendächer. Sobald euer Kaffee mit Sauerstoff in Berührung kommt, setzt die Oxidation ein.
Dein Kaffee wird nicht grün, doch der Verfall beginnt, ähnlich einem Apfel den ihr aufgeschnitten liegen lasst. Das läßt sich natürlich nicht gänzlich umgehen, doch wenn dann noch Licht ins Spiel kommt – dann ist dein Kaffeearoma in größter Gefahr. :-)
Licht wirkt wie ein Beschleuniger des Aromaverfalls.

Feuchtigkeit und dein Kaffee ist verloren

Deinen Kaffee solltest du nie feucht werden lassen. Denn Feuchtigkeit, egal welcher Art,
löst einen kleinen Brühvorgang aus. denn mit der Feuchtigkeit setzt

Kaffee als Bohne oder gemahlen – wie bewahre ich meinen Kaffee richtig auf?

Kaufe deinen Kaffee, wenn möglich als ganze Bohne. Denn sobald die Kaffeebohnen einmal gemahlen sind, beginnt der Aromaverlust. Unzählige Aromen entfalten sich erst während des Mahlvorganges. Je kürzer der Abstand zwischen Mahlen und Aufbrühen ist, desto mehr Genuß hast du hinterher in deiner Tasse. Mir ist klar das es nicht jeder die Möglichkeit hat Kaffee als ganze Bohne zu lagern. Deshalb empfehle ich, brauche deinen Kaffee möglichst zügig auf und kaufe nur kleine Mengen. Jede lokale Kaffeerösterei bietet dir deshalb auch 250g Tüten Kaffee an.

Kaffee aufbewahren – in die Dose ist doch klar oder?

So klar ist es nicht. Eines vorab, eine Dose ist grundsätzlich eine tolle Idee. Doch der Kaffee wird in der Dose immer weniger und somit ist immer mehr Luft im Gefäß und damit kommen wieder die natürlichen Feinde ist Spiel.
Ein gute Lösung ist es aus meiner Sicht, wenn ihr die Kaffeetüte mit Bohnen in eine Dose gebt. Die Tüte kann ich oben an der Öffnung immer wieder verschließen und sollte das mal nicht so klappen, habe ich dann immer noch die Kaffeedose. Eure Kaffeetüte ist eine prima Aufbewahrungsmöglichkeit, denn sie schützt vor Lichteinfall und ist aromaneutral.

Jetzt kommt der Einwand das du nicht erst die Dose und dann die Tüte öffnen möchtest, das kann ich gut verstehen.
Also habe ich mir die verschiedenen Materialen von Kaffeedosen angesehen

  • Kunststoff, hier unbedingt auf die Qualität achten. Plastik kann durch Reinigung oder auch ganz einfach Nutzung Kratzer bekommen. Die Oberfläche ist dadurch aufgeraut. So besteht die Möglichkeit das sich dort sehr schnell Rückstände anlagern. Ganz einfach: Plastikbehälter können, vor allem, wenn ihr die Oberfläche durch Säubern und Benutzen aufgeraut habt, So können sich  schnell Rückstände ablagern. Manchmal gibt Kunststoff auch Geruch ab, dieser wird gerne vom Kaffee angenommen. Eine Kunststoff Vorratsdose hat den Vorteil, das der Deckel dort besonders dicht ist. Dichter als bei andern Verschlüssen.
  • Glas scheidet aus, denn dort ist der Kaffee sofort dem Feind Leichteinfluss ausgesetzt
  • die klassische Kaffeedose aus Metall mit Bügelverschluss. Diese Dosen sind so gut wie nie dicht und mit jeder Kaffeeentnahme habe ich noch mehr Luft in der Dose
  • mein Favorit ist eine Dose aus Keramik mit Gummidichtung. Keramik ist vollkommen geschmacksneutral und hat eine sehr glatte Oberfläche. Die Gefahr von Kratzern oder rauen Stellen ist nicht gegeben. Daher sind auch viele Mahlwerke aus Keramik

Im Kühlschrank keinen Kaffee aufbewahren

Kaffee im Kühlschrank aufbewahren eine gute Idee?

Die Kühltruhe ist wirklich nur als Langzeitaufbewahrungsmethode für Kaffeebohnen geeignet. Der Vorteil des Einfrierens ist, dass die Oxidation unterbunden wird, Kaffeeöle einfrieren und volatile Aromen nicht entweichen. Gehe am besten so vor, dass du die Kaffeebohnen in einem luftdichten Behältnis und am besten in kleinen Mengen einfrierst. Nimm am Tag bevor die Bohnen genutzt werden die passende Menge aus der Kühltruhe und lasse sie im verschlossenen Zustand auftauen. Auf diese Weise werden die Bohnen nicht direkt der warmen Zimmerluft ausgesetzt und kondensieren nicht an der Oberfläche. So können Kaffeebohnen effektiv über einen langen Zeitraum aufbewahrt werden.
Bitte beachte das bereits aufgetaute Bohnen nicht wieder eingefroren werden.
Doch Einfrieren ist auch wirklich nur eine Notlösung, es befinden sich durchschnittlich nur noch  5 Prozent Restwasser in jeder Kaffeebohne. Das gefrorene Wasser wird zu Eis und dehnt sich dann wieder aus. Durch das Ausdehnen werden Zellwände zerstört. So tauen deine Kaffeebohnen zwangsläufig  anders auf – als du sie eingefroren hast.
Leider, nein – keine gute Idee. Es sei denn du hast einen Kühlschrank in dem ausschließlich Kaffee lagert. Doch in einem normalen Kühlschrank werden ja verschiedenste Lebensmittel aufbewahrt. Kaffee nimmt leicht fremde Aromen auf.
Da könnte dein Kaffee plötzlich nach Mettwurst schmecken oder auch nach Käse.
Wer möchte das schon?
Von vielen unterschätzt, das Kondenswasser. Das Kondenswasser entsteht durch den Temperaturunterschied zwischen Kühlschrank und der Temperatur in eurer Küche.
Die Feuchtigkeit entzieht dem Kaffee das Aroma.

Kaffee aufbewahren in einer Kaffeetüte

Kaufe Kaffee als ganze Bohne

Gemahlener Kaffee verliert schnell an Aroma. Deshalb empfehlen wir, Kaffee als ganze Bohne zu kaufen. So lässt sich Kaffee effektiver aufbewahren und ohne dass Geschmacksverluste in Kauf genommen werden müssen.

Nicht auf Vorrat kaufen

Verbrauche deine Kaffeebohnen innerhalb von 4 bis 6 Wochen. Unsere Empfehlung bei vorgemahlenem Kaffee: Brauche ihn am besten binnen 2 Wochen auf. Sonst hat sich der Großteil des Geschmacks bereits verflüchtigt.

Übrigens: Sobald ihr den Kaffee mahlt, vergrößert ihr die Ober- und damit die Angriffsfläche des Kaffees erheblich und der Oxidationsprozess läuft somit von ganz allein ultraschneller ab. Was daraus folgt, ist klar: Vorgemahlener Kaffee ist innerhalb kürzester Zeit jenseits von Gut und Böse.

Fazit:

  • nach Möglichkeit ganze Bohnen kaufen
  • kaufe deine Kaffeebohnen immer frisch und nicht auf Vorrat
  • deine Kaffeetüte mit Aromaventil ist eine gute Verpackung
  • wenn du eine Vorratsdose nutzen möchtest, dann nimm eine aus Keramik
  • Kaffee in der Kühltruhe, ist eine Möglichkeit, doch nur wenn nichts anderes möglich ist. Wenn es dir möglich ist, passe lieber dein Kaufverhalten an

Hast du noch Fragen zur Lagerung deines Kaffees? Wie sind deine Erfahrungen mit den verschiedenen Lagerungsmethoden?

Ich brauch jetzt sofort einen Kaffee……

deine
Nicole

French Press Kaffee – eine Anleitung

 French Press Kaffee  was gibt es denn dazu zu schreiben?
Ihr Lieben, häufig werde ich von euch gefragt warum euer Kaffee zuhause nicht so schmeckt wie ihr euch das vorstellt. Das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. In den kommenden Wochen werde ich verschiedene Zubereitungsarten von Kaffee vorstellen. Manchmal sind es nur ein paar Kleinigkeiten die über den Geschmack entscheiden. Daher werde ich jede Art der Zubereitung ganz ausführlich beschreiben.

Die erste Zubereitungsart die ich euch vorstellen möchte ist French Press Kaffee.
Die Zubereitung erfolgt in der French Press- oder auch Stempelkanne.  French Press Kaffee – ein schneller und einfacher Kaffeegenuss – ohne auf Qualität verzichten zu müssen.

Beitragsbild - French Press Kaffee

Woher kommt der Name French Press?


Wie der Name schon verrät, stammt die French Press aus Frankreich, wo sie etwa Mitte des 19.Jahrhunderts erfunden wurde. Angeblich wurde sie zufällig entdeckt, weil ein Franzose vergessen hatte, seinen Kaffee gemeinsam mit dem Wasser aufzukochen. Was zu dieser Zeit üblich war. Er goss einfach das heiße Wasser über den Kaffee und filterte das Ganze mit Hilfe eines Siebes.
Doch bis zur Patentanmeldung dauerte es noch. Erst im Jahr 1929 ließ der italienische Designer Attilio Calimani sich die Stempelkanne patentieren. 35 Jahre später brachte die dänische Firma Bodum das erste Modell in den Handel.
Die French Press ist in Form und Funktion seit Jahren ein Klassiker.

Welchen Kaffee nehme ich für French Press Kaffee?

Ihr nehmt den Kaffee der euch am besten schmeckt.
Ich empfehle immer, probiert verschiedene Kaffees aus. Es kann durchaus sein, das euch der Kaffee aus der French Press gut schmeckt und aus der Moccamaster schmeckt er euch nicht so gut . Oder auch umgekehrt. Jede Zubereitungsart bringt einen anderen Geschmack mit sich. Mein momentaner Lieblingskaffee für die Zubereitung in der French Press ist die Hausmischung. Rund im Geschmack mit einer leicht nussigen Note.

Doch ich finde noch viel wichtiger, euer Kaffee muß frisch sein. Frischen Kaffee findet ihr immer in kleinen Röstereien in eurer Umgebung.  In kleinen Röstereien wird mit viel Liebe zum Kaffee geröstet. Falls gerade niemand bei euch in der Nähe röstet, schaut online nach. Bei den meisten Kaffeeröstereien könnt ihr online bestellen.


Gibt es Kaffee der als FrenchPress Kaffee gar nicht schmeckt?

Grundsätzlich nicht, doch bei besonders “fruchtigen” Kaffees  kann es sein das diese aus der Stempelkanne sauer schmecken. Das liegt daran, das fruchtige Kaffees bei dieser Zubereitungsart rasch überexthrahiert und dann sauer schmeckt. Probiert es aus.

 

Wie sollte der Mahlgrad für die French Press Kaffee sein?

Für eine Zubereitung in der French Press Kanne benötigt ihr grob gemahlenen Kaffee.
Wenn euch das Kaffeepulver an die Konsistenz von Rohrzucker erinnert, ist es genau richtig.
Mahlt ihr euren Kaffee selber? Sehr gut, doch bitte überprüft ob eure Mühle gleichmäßig mahlt.

Beitragsbild - French Press Kaffee - Kaffeepulver

French Press Kaffee – wieviel Kaffee auf wieviel Wasser?


Das ist sehr individuell, meine Angaben sind circa Angaben, letztendlich entscheidet euer Geschmack: Auf ein Liter Wasser kommen ungefähr 60g grob gemahlenes Kaffeepulver,
nachfolgend habe ich für euch aufgelistet wieviel Kaffeepulver ihr für welche Menge Wasser nehmen könnt.

  • 0,35l ungefähr 2-3 Tassen 20g Kaffeepulver
  • 0.5 l ungefähr 4-5 Tassen 40g Kaffeepulver
  • 1l ungefähr 8 Tassen 60g Kaffeepulver

French press Kaffee – die Anleitung zur perfekten Tasse Kaffee
Beitragsbild - French Press Kaffee - aufgiessen

  1. wenn möglich, wärmt ihr die Glaskanne mit heißem Wasser vor. So bleibt später euer Kaffee länger warm.
  2. Das Wasser hat gekocht – Geduld – wartet noch rund 30 Sekunden, bevor ihr das Wasser verwendet. Dann hat es die optimale Temperatur von rund 95 °C . Startet nun mit dem Brühvorgang, in dem du das Wasser zur Hälfte aufgießt
  3. Jetzt rührt ihr einmal vorsichtig um, damit ihr sicher sein könnt das das Kaffeepulver gleichmässig verteilt ist
  4. Nun könnt ihr das restliche Wasser nachgießen
  5. Die ideale Ziehdauer liegt zwischen 3- 4 Minuten
  6. Nun könnt ihr vorsichtig den Siebstempel herunter drücken. Versucht langsam und gleichmäßig zu drücken. Das Sieb sollte leichtgängig am Kannenrand entlang schaben.
  7. Jetzt könnt ihr euren French Press Kaffee genießen.
    Mein Tipp: Schenkt euren Kaffee nach Möglichkeit direkt aus. In der French Press Kanne zieht / extrahiert weiter und kann schnell bitter werden.

Beitragsbild - French Press Kaffee - pressen

Hmm – und wie ist der Geschmack von French Press Kaffee nun?

Der Kaffee aus der French Press hat viel Aroma und Körper – dadurch schmeckt er kräftig und vollmundig.Andererseits wird das Aroma dadurch etwas verschleiert. Für mich schmeckt French Press Kaffee weniger clean – als Kaffee aus der Filtermaschine. Das liegt daran das das Metallsieb die Funktion des Filters übernimmt  – denn im Papierfilter bleiben viele Kaffeeöle zurück.



Ob ich French Press Kaffee gerne trinke?


Oh ja, ich mag den ehrlichen vollen Geschmack. Doch sowohl FrenchPress Kaffee wie auch Kaffee aus dem Handfilter – es ist etwas für die Puristen unter euch. Milchschaum muss separat zubereitet werden. Ich mag die 3-4 Minuten Auszeit, wahrend der Kaffee zieht – meine ganz persönliche Auszeit. Außerdem ist die French Press Kanne so schön einfach zu bedienen – ich benötige keine Papierfilter und spülen läßt sich die French Press auch ganz leicht

Beitragsbild - leckerer Kaffee in einer Tasse mit goldenem Henkel

Zum Schluß ein Fun Fact über French Press Kaffee

1965 wurde die French Press plötzlich wahnsinnig gefragt. Was war passiert? In dem Film “Ipcress – streng geheim”  zeigte der junge Michael Caine die neumodische Kaffeekanne. Wahrscheinlich eine der ersten Produktplatzierungen in der Filmgeschichte, denn heute wissen wir es handelte sich um eine Absprache zwischen Produzent und Hersteller. 

 

So, jetzt brauch ich erstmal einen Kaffee, ihr auch?
Eure
Nicole

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zubereitung von Kaffee im Handfilter

Zubereitung von Kaffee im Handfilter

Mit Kaffee bleibt für mich die Welt einen Augenblick stehen. Schon während der Zubereitung von Kaffee im Handfilter, fängt für mich eine kleine Auszeit an. Ja, das ist old school. Doch wer erinnert sich nicht gerne an die Nachmittage bei Oma, alle saßen schon am Kaffeetisch und warteten auf den frisch aufgebrühten Kaffee. Dann kam Oma mit der Porzellankanne in der Hand und schenkte jedem an der Kaffeetafel eine frisch gebrühte Tasse Kaffee ein. Heute zeige ich euch wie der Klassiker der Kaffeezubereitung funktioniert.

 

Welchen Kaffee nehme ich für die Zubereitung im Handfilter?

Grundsätzlich kannst du jeden Kaffee nehmen, es kommt ganz auf deine Vorlieben an. Probiere es einfach aus. Wird Kaffee mit der Handfilter Methode aufgebrüht, wird er sehr klar und aromatisch, aus meiner Sicht eignen sich da besonders Röstungen mit ausgeprägten Aromen. Mein Favorit im Handfilter ist Sumatra Kaffee.

Wieviel Kaffee nehme ich für die Zubereitung im Handfilter?

Auf 250 ml Wasser empfehle ich 15 g Kaffee. Damit euer Kaffee möglichst jeden Tag gleich gut schmeckt, kann es durchaus hilfreich sein, das Kaffeemehl abzuwiegen. 1,5 gehäufte Esslöffel entsprechen ungefähr 15 g. Nun könntet ihr die Grammzahl einfach hochrechnen, das würde ich euch nicht empfehlen, denn je mehr Kaffeemehl ihr in den Filter gebt, desto länger läuft der Kaffee durch. Die Kontaktzeit verlängert sich und das Ergebnis kann bitter schmecken.
Die Dosierung des Kaffees ist und bleibt Geschmacksache, probiert es einfach mal aus, ihr werdet schnell erkennen was euch gut schmeckt.

Die Zubereitung von Kaffee im Handfilter

Frisch gemahlene Kaffeebohnen sind eine Voraussetzung für guten Filterkaffee.Du mahlst deine Bohnen selber? Wunderbar, dann wähle einen mittleren Mahlgrad, denn damit kommt es zu einer gleichmäßigen Extraktion und der Kaffee kann sein volles Aroma entfalten.

  • Setze das Filterpapier in den Filter. Spüle zunächst das Filterpapier mit heißem Wasser aus, dadurch verliert es seinen Eigengeschmack , außerdem bewirkt dieser Vorgang das sich der Filter an das Porzellan ansaugt. Schöner Nebeneffekt, durch das heiße Wasser wird die Kanne vorgewärmt. Schütte das Wasser hinterher wieder aus.
  • Nun gibst du das gemahlene Kaffeepulver in den Filter. Kurz im Filter schütteln, damit sich eine ebene Oberfläche bildet, nun sollte das Kaffeepulver mittig platziert sein.
  • Jetzt beginnst du das Kaffeemehl mit langsam und gleichmäßig zu befeuchten, der Kaffee sollte vollständig mit Wasser bedeckt sein, jedoch nicht schwimmen. Dieses gleichmäßige Durchweichen oder auch quellen, dauert ungefähr 30 Sekunden. Es treten kleine Bläschen auf, dies sind Gase die aus dem Kaffee entweichen. Den ganzen Vorgang bezeichnet man als “Blooming” ( aus dem Englischen, das Aufblühen) – das paßt ganz gut finde ich.
  • In kreisenden Bewegungen gießt du nun weiteres Wasser auf, bis es kurz vor dem Rand des Filters ankommt. Hast du noch Wasser übrig, warte bis das Wasser des ersten Durchgangs vollständig durchgelaufen ist. Nun gießt du nach. Hat sich Kaffeemehl an dem Rand des Filters festgesetzt, löse es mit einem gezielten Strahl aus dem Wasserkocher.
  • Fertig, jetzt kommt der Genuss

 

Die Zubereitung von Kaffee im Handfilter – welchen Filter nehme ich?

Nach Möglichkeit sollte ein Por­ze­llan­fil­ter verwendet werden, da dieser ge­schmacks­neutral ist und die Wärme spei­chert. Ich selber nutze diesen Filter.
Es gibt zwei verschiedene (gängige ) Größen an Filtern
– die kleinere Größe für 1-2 Tassen
– die größere Größe für bis zu 6 Tassen

Handfilter oder French Press, welche Methode passt zu mir?

Die Methode die am besten zu dir passt, ist immer die, bei der dir der Kaffee am besten schmeckt. Bei der Zubereitung mit der French Press , entsteht ein besonders kräftiger Kaffee, denn das Kaffeepulver hat lange Kontakt mit dem Wasser. Am Ende wird das Kaffeepulver mit einem Metallsieb eher “gestempelt” , daher stammt wird diese Kanne auch oft Stempelkanne genannt. Das Kaffeepulver wird während der Ziehdauer komplett mit dem heißen Wasser vermengt. Es schwimmt sozusagen im Brühwasser und wird erst am Ende der Ziehzeit gefiltert.
Dadurch das nicht durch ein Filterpapier gefiltert wurde, bleiben im Kaffee aus der Stempelkanne kleine Schwebeteilchen vom Kaffeepulver, Fette und Öle zurück. Ein Vorteil der  French Press, ich kann sehr schnell größere Mengen Kaffee zubereiten.

Ein paar Tipps von mir zur Zubereitung von Kaffee im Handfilter

– im Idealfall wird das Wasser nur so schnell in den Handfilter gegossen, wie es auch wieder heraus tropft
– der Kaffee sollte nach 3 bis 4 Minuten fertig sein. Passe den Mahlgrad entsprechend feiner oder gröber an, falls dein Kaffee zu lange oder zu kurz durchläuft
– die Wassertemperatur sollte nie über 95° C liegen, da der Kaffee sonst verbrennt und unangenehme Aromen und Bitterstoffe abgibt
– der Kaffee schmeckt dir nicht, obwohl du alle Punkte in der Beschreibung berücksichtigt hast, dann versuche es mit einem anderen Kaffee.

zubereitete Tasse Kaffee im HandfilterSo, jetzt ist der Kaffee fertig. Ich schnappe mir jetzt eine Tasse und werde diese in Ruhe genießen – ein Highlight für mich

Eure
Nicole