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Kaffee aufbewahren – so behält Kaffee sein Aroma

Dein Griff zur Kaffeedose, zum Glück für einen Kaffee reicht es noch.
Während du mit deinem Lieblingskaffee in der Hand am Frühstückstisch sitzt, stellst du fest das die erste Tasse Kaffee des Tages immer schmeckt. Und doch, hat der Kaffee nicht noch besser geschmeckt als die Packung Kaffee frisch war. Ja, ohne das ich bei dir am Frühstückstisch sitze weiß ich das es so ist. Kaffee aufbewahren ist das Stichwort.
Ein paar Tipps und Tricks rund um die Lagerung deines Lebenselexiers.

Die Keramikdose mit Gummiring eine gute Moeglichkeit um Kaffee aufzubewahren

Kaffee aufbewahren – ein empfindliches Frischeprodukt

Dein Kaffee ist ein Frischeprodukt und wie jedes frische Produkt verliert er im Laufe der Zeit an Qualität. Das Aroma ist eines der Qualitätsmerkmale.
Leider ist das Kaffeearoma immer wieder durch natürliche Feinde bedoht :

  • Sauerstoff
  • Feuchtigkeit
  • Wärme und Licht

Luft und Licht, lassen deinen Kaffee alt schmecken

Sauerstoff ist für den Oxidationsprozess verantwortlich. Oxidation kennt ihr bestimmt im Bezug auf Kupfer. Kupfer oxidiert mit Sauerstoff und wird grün, ein gutes Beispiel dafür sind Kirchendächer. Sobald euer Kaffee mit Sauerstoff in Berührung kommt, setzt die Oxidation ein.
Dein Kaffee wird nicht grün, doch der Verfall beginnt, ähnlich einem Apfel den ihr aufgeschnitten liegen lasst. Das läßt sich natürlich nicht gänzlich umgehen, doch wenn dann noch Licht ins Spiel kommt – dann ist dein Kaffeearoma in größter Gefahr. :-)
Licht wirkt wie ein Beschleuniger des Aromaverfalls.

Feuchtigkeit und dein Kaffee ist verloren

Deinen Kaffee solltest du nie feucht werden lassen. Denn Feuchtigkeit, egal welcher Art,
löst einen kleinen Brühvorgang aus. denn mit der Feuchtigkeit setzt

Kaffee als Bohne oder gemahlen – wie bewahre ich meinen Kaffee richtig auf?

Kaufe deinen Kaffee, wenn möglich als ganze Bohne. Denn sobald die Kaffeebohnen einmal gemahlen sind, beginnt der Aromaverlust. Unzählige Aromen entfalten sich erst während des Mahlvorganges. Je kürzer der Abstand zwischen Mahlen und Aufbrühen ist, desto mehr Genuß hast du hinterher in deiner Tasse. Mir ist klar das es nicht jeder die Möglichkeit hat Kaffee als ganze Bohne zu lagern. Deshalb empfehle ich, brauche deinen Kaffee möglichst zügig auf und kaufe nur kleine Mengen. Jede lokale Kaffeerösterei bietet dir deshalb auch 250g Tüten Kaffee an.

Kaffee aufbewahren – in die Dose ist doch klar oder?

So klar ist es nicht. Eines vorab, eine Dose ist grundsätzlich eine tolle Idee. Doch der Kaffee wird in der Dose immer weniger und somit ist immer mehr Luft im Gefäß und damit kommen wieder die natürlichen Feinde ist Spiel.
Ein gute Lösung ist es aus meiner Sicht, wenn ihr die Kaffeetüte mit Bohnen in eine Dose gebt. Die Tüte kann ich oben an der Öffnung immer wieder verschließen und sollte das mal nicht so klappen, habe ich dann immer noch die Kaffeedose. Eure Kaffeetüte ist eine prima Aufbewahrungsmöglichkeit, denn sie schützt vor Lichteinfall und ist aromaneutral.

Jetzt kommt der Einwand das du nicht erst die Dose und dann die Tüte öffnen möchtest, das kann ich gut verstehen.
Also habe ich mir die verschiedenen Materialen von Kaffeedosen angesehen

  • Kunststoff, hier unbedingt auf die Qualität achten. Plastik kann durch Reinigung oder auch ganz einfach Nutzung Kratzer bekommen. Die Oberfläche ist dadurch aufgeraut. So besteht die Möglichkeit das sich dort sehr schnell Rückstände anlagern. Ganz einfach: Plastikbehälter können, vor allem, wenn ihr die Oberfläche durch Säubern und Benutzen aufgeraut habt, So können sich  schnell Rückstände ablagern. Manchmal gibt Kunststoff auch Geruch ab, dieser wird gerne vom Kaffee angenommen. Eine Kunststoff Vorratsdose hat den Vorteil, das der Deckel dort besonders dicht ist. Dichter als bei andern Verschlüssen.
  • Glas scheidet aus, denn dort ist der Kaffee sofort dem Feind Leichteinfluss ausgesetzt
  • die klassische Kaffeedose aus Metall mit Bügelverschluss. Diese Dosen sind so gut wie nie dicht und mit jeder Kaffeeentnahme habe ich noch mehr Luft in der Dose
  • mein Favorit ist eine Dose aus Keramik mit Gummidichtung. Keramik ist vollkommen geschmacksneutral und hat eine sehr glatte Oberfläche. Die Gefahr von Kratzern oder rauen Stellen ist nicht gegeben. Daher sind auch viele Mahlwerke aus Keramik

Im Kühlschrank keinen Kaffee aufbewahren

Kaffee im Kühlschrank aufbewahren eine gute Idee?

Die Kühltruhe ist wirklich nur als Langzeitaufbewahrungsmethode für Kaffeebohnen geeignet. Der Vorteil des Einfrierens ist, dass die Oxidation unterbunden wird, Kaffeeöle einfrieren und volatile Aromen nicht entweichen. Gehe am besten so vor, dass du die Kaffeebohnen in einem luftdichten Behältnis und am besten in kleinen Mengen einfrierst. Nimm am Tag bevor die Bohnen genutzt werden die passende Menge aus der Kühltruhe und lasse sie im verschlossenen Zustand auftauen. Auf diese Weise werden die Bohnen nicht direkt der warmen Zimmerluft ausgesetzt und kondensieren nicht an der Oberfläche. So können Kaffeebohnen effektiv über einen langen Zeitraum aufbewahrt werden.
Bitte beachte das bereits aufgetaute Bohnen nicht wieder eingefroren werden.
Doch Einfrieren ist auch wirklich nur eine Notlösung, es befinden sich durchschnittlich nur noch  5 Prozent Restwasser in jeder Kaffeebohne. Das gefrorene Wasser wird zu Eis und dehnt sich dann wieder aus. Durch das Ausdehnen werden Zellwände zerstört. So tauen deine Kaffeebohnen zwangsläufig  anders auf – als du sie eingefroren hast.
Leider, nein – keine gute Idee. Es sei denn du hast einen Kühlschrank in dem ausschließlich Kaffee lagert. Doch in einem normalen Kühlschrank werden ja verschiedenste Lebensmittel aufbewahrt. Kaffee nimmt leicht fremde Aromen auf.
Da könnte dein Kaffee plötzlich nach Mettwurst schmecken oder auch nach Käse.
Wer möchte das schon?
Von vielen unterschätzt, das Kondenswasser. Das Kondenswasser entsteht durch den Temperaturunterschied zwischen Kühlschrank und der Temperatur in eurer Küche.
Die Feuchtigkeit entzieht dem Kaffee das Aroma.

Kaffee aufbewahren in einer Kaffeetüte

Kaufe Kaffee als ganze Bohne

Gemahlener Kaffee verliert schnell an Aroma. Deshalb empfehlen wir, Kaffee als ganze Bohne zu kaufen. So lässt sich Kaffee effektiver aufbewahren und ohne dass Geschmacksverluste in Kauf genommen werden müssen.

Nicht auf Vorrat kaufen

Verbrauche deine Kaffeebohnen innerhalb von 4 bis 6 Wochen. Unsere Empfehlung bei vorgemahlenem Kaffee: Brauche ihn am besten binnen 2 Wochen auf. Sonst hat sich der Großteil des Geschmacks bereits verflüchtigt.

Übrigens: Sobald ihr den Kaffee mahlt, vergrößert ihr die Ober- und damit die Angriffsfläche des Kaffees erheblich und der Oxidationsprozess läuft somit von ganz allein ultraschneller ab. Was daraus folgt, ist klar: Vorgemahlener Kaffee ist innerhalb kürzester Zeit jenseits von Gut und Böse.

Fazit:

  • nach Möglichkeit ganze Bohnen kaufen
  • kaufe deine Kaffeebohnen immer frisch und nicht auf Vorrat
  • deine Kaffeetüte mit Aromaventil ist eine gute Verpackung
  • wenn du eine Vorratsdose nutzen möchtest, dann nimm eine aus Keramik
  • Kaffee in der Kühltruhe, ist eine Möglichkeit, doch nur wenn nichts anderes möglich ist. Wenn es dir möglich ist, passe lieber dein Kaufverhalten an

Hast du noch Fragen zur Lagerung deines Kaffees? Wie sind deine Erfahrungen mit den verschiedenen Lagerungsmethoden?

Ich brauch jetzt sofort einen Kaffee……

deine
Nicole

French Press Kaffee – eine Anleitung

 French Press Kaffee  was gibt es denn dazu zu schreiben?
Ihr Lieben, häufig werde ich von euch gefragt warum euer Kaffee zuhause nicht so schmeckt wie ihr euch das vorstellt. Das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. In den kommenden Wochen werde ich verschiedene Zubereitungsarten von Kaffee vorstellen. Manchmal sind es nur ein paar Kleinigkeiten die über den Geschmack entscheiden. Daher werde ich jede Art der Zubereitung ganz ausführlich beschreiben.

Die erste Zubereitungsart die ich euch vorstellen möchte ist French Press Kaffee.
Die Zubereitung erfolgt in der French Press- oder auch Stempelkanne.  French Press Kaffee – ein schneller und einfacher Kaffeegenuss – ohne auf Qualität verzichten zu müssen.

Beitragsbild - French Press Kaffee

Woher kommt der Name French Press?


Wie der Name schon verrät, stammt die French Press aus Frankreich, wo sie etwa Mitte des 19.Jahrhunderts erfunden wurde. Angeblich wurde sie zufällig entdeckt, weil ein Franzose vergessen hatte, seinen Kaffee gemeinsam mit dem Wasser aufzukochen. Was zu dieser Zeit üblich war. Er goss einfach das heiße Wasser über den Kaffee und filterte das Ganze mit Hilfe eines Siebes.
Doch bis zur Patentanmeldung dauerte es noch. Erst im Jahr 1929 ließ der italienische Designer Attilio Calimani sich die Stempelkanne patentieren. 35 Jahre später brachte die dänische Firma Bodum das erste Modell in den Handel.
Die French Press ist in Form und Funktion seit Jahren ein Klassiker.

Welchen Kaffee nehme ich für French Press Kaffee?

Ihr nehmt den Kaffee der euch am besten schmeckt.
Ich empfehle immer, probiert verschiedene Kaffees aus. Es kann durchaus sein, das euch der Kaffee aus der French Press gut schmeckt und aus der Moccamaster schmeckt er euch nicht so gut . Oder auch umgekehrt. Jede Zubereitungsart bringt einen anderen Geschmack mit sich. Mein momentaner Lieblingskaffee für die Zubereitung in der French Press ist die Hausmischung. Rund im Geschmack mit einer leicht nussigen Note.

Doch ich finde noch viel wichtiger, euer Kaffee muß frisch sein. Frischen Kaffee findet ihr immer in kleinen Röstereien in eurer Umgebung.  In kleinen Röstereien wird mit viel Liebe zum Kaffee geröstet. Falls gerade niemand bei euch in der Nähe röstet, schaut online nach. Bei den meisten Kaffeeröstereien könnt ihr online bestellen.


Gibt es Kaffee der als FrenchPress Kaffee gar nicht schmeckt?

Grundsätzlich nicht, doch bei besonders “fruchtigen” Kaffees  kann es sein das diese aus der Stempelkanne sauer schmecken. Das liegt daran, das fruchtige Kaffees bei dieser Zubereitungsart rasch überexthrahiert und dann sauer schmeckt. Probiert es aus.

 

Wie sollte der Mahlgrad für die French Press Kaffee sein?

Für eine Zubereitung in der French Press Kanne benötigt ihr grob gemahlenen Kaffee.
Wenn euch das Kaffeepulver an die Konsistenz von Rohrzucker erinnert, ist es genau richtig.
Mahlt ihr euren Kaffee selber? Sehr gut, doch bitte überprüft ob eure Mühle gleichmäßig mahlt.

Beitragsbild - French Press Kaffee - Kaffeepulver

French Press Kaffee – wieviel Kaffee auf wieviel Wasser?


Das ist sehr individuell, meine Angaben sind circa Angaben, letztendlich entscheidet euer Geschmack: Auf ein Liter Wasser kommen ungefähr 60g grob gemahlenes Kaffeepulver,
nachfolgend habe ich für euch aufgelistet wieviel Kaffeepulver ihr für welche Menge Wasser nehmen könnt.

  • 0,35l ungefähr 2-3 Tassen 20g Kaffeepulver
  • 0.5 l ungefähr 4-5 Tassen 40g Kaffeepulver
  • 1l ungefähr 8 Tassen 60g Kaffeepulver

French press Kaffee – die Anleitung zur perfekten Tasse Kaffee
Beitragsbild - French Press Kaffee - aufgiessen

  1. wenn möglich, wärmt ihr die Glaskanne mit heißem Wasser vor. So bleibt später euer Kaffee länger warm.
  2. Das Wasser hat gekocht – Geduld – wartet noch rund 30 Sekunden, bevor ihr das Wasser verwendet. Dann hat es die optimale Temperatur von rund 95 °C . Startet nun mit dem Brühvorgang, in dem du das Wasser zur Hälfte aufgießt
  3. Jetzt rührt ihr einmal vorsichtig um, damit ihr sicher sein könnt das das Kaffeepulver gleichmässig verteilt ist
  4. Nun könnt ihr das restliche Wasser nachgießen
  5. Die ideale Ziehdauer liegt zwischen 3- 4 Minuten
  6. Nun könnt ihr vorsichtig den Siebstempel herunter drücken. Versucht langsam und gleichmäßig zu drücken. Das Sieb sollte leichtgängig am Kannenrand entlang schaben.
  7. Jetzt könnt ihr euren French Press Kaffee genießen.
    Mein Tipp: Schenkt euren Kaffee nach Möglichkeit direkt aus. In der French Press Kanne zieht / extrahiert weiter und kann schnell bitter werden.

Beitragsbild - French Press Kaffee - pressen

Hmm – und wie ist der Geschmack von French Press Kaffee nun?

Der Kaffee aus der French Press hat viel Aroma und Körper – dadurch schmeckt er kräftig und vollmundig.Andererseits wird das Aroma dadurch etwas verschleiert. Für mich schmeckt French Press Kaffee weniger clean – als Kaffee aus der Filtermaschine. Das liegt daran das das Metallsieb die Funktion des Filters übernimmt  – denn im Papierfilter bleiben viele Kaffeeöle zurück.



Ob ich French Press Kaffee gerne trinke?


Oh ja, ich mag den ehrlichen vollen Geschmack. Doch sowohl FrenchPress Kaffee wie auch Kaffee aus dem Handfilter – es ist etwas für die Puristen unter euch. Milchschaum muss separat zubereitet werden. Ich mag die 3-4 Minuten Auszeit, wahrend der Kaffee zieht – meine ganz persönliche Auszeit. Außerdem ist die French Press Kanne so schön einfach zu bedienen – ich benötige keine Papierfilter und spülen läßt sich die French Press auch ganz leicht

Beitragsbild - leckerer Kaffee in einer Tasse mit goldenem Henkel

Zum Schluß ein Fun Fact über French Press Kaffee

1965 wurde die French Press plötzlich wahnsinnig gefragt. Was war passiert? In dem Film “Ipcress – streng geheim”  zeigte der junge Michael Caine die neumodische Kaffeekanne. Wahrscheinlich eine der ersten Produktplatzierungen in der Filmgeschichte, denn heute wissen wir es handelte sich um eine Absprache zwischen Produzent und Hersteller. 

 

So, jetzt brauch ich erstmal einen Kaffee, ihr auch?
Eure
Nicole

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zubereitung von Kaffee im Handfilter

Zubereitung von Kaffee im Handfilter

Mit Kaffee bleibt für mich die Welt einen Augenblick stehen. Schon während der Zubereitung von Kaffee im Handfilter, fängt für mich eine kleine Auszeit an. Ja, das ist old school. Doch wer erinnert sich nicht gerne an die Nachmittage bei Oma, alle saßen schon am Kaffeetisch und warteten auf den frisch aufgebrühten Kaffee. Dann kam Oma mit der Porzellankanne in der Hand und schenkte jedem an der Kaffeetafel eine frisch gebrühte Tasse Kaffee ein. Heute zeige ich euch wie der Klassiker der Kaffeezubereitung funktioniert.

 

Welchen Kaffee nehme ich für die Zubereitung im Handfilter?

Grundsätzlich kannst du jeden Kaffee nehmen, es kommt ganz auf deine Vorlieben an. Probiere es einfach aus. Wird Kaffee mit der Handfilter Methode aufgebrüht, wird er sehr klar und aromatisch, aus meiner Sicht eignen sich da besonders Röstungen mit ausgeprägten Aromen. Mein Favorit im Handfilter ist Sumatra Kaffee.

Wieviel Kaffee nehme ich für die Zubereitung im Handfilter?

Auf 250 ml Wasser empfehle ich 15 g Kaffee. Damit euer Kaffee möglichst jeden Tag gleich gut schmeckt, kann es durchaus hilfreich sein, das Kaffeemehl abzuwiegen. 1,5 gehäufte Esslöffel entsprechen ungefähr 15 g. Nun könntet ihr die Grammzahl einfach hochrechnen, das würde ich euch nicht empfehlen, denn je mehr Kaffeemehl ihr in den Filter gebt, desto länger läuft der Kaffee durch. Die Kontaktzeit verlängert sich und das Ergebnis kann bitter schmecken.
Die Dosierung des Kaffees ist und bleibt Geschmacksache, probiert es einfach mal aus, ihr werdet schnell erkennen was euch gut schmeckt.

Die Zubereitung von Kaffee im Handfilter

Frisch gemahlene Kaffeebohnen sind eine Voraussetzung für guten Filterkaffee.Du mahlst deine Bohnen selber? Wunderbar, dann wähle einen mittleren Mahlgrad, denn damit kommt es zu einer gleichmäßigen Extraktion und der Kaffee kann sein volles Aroma entfalten.

  • Setze das Filterpapier in den Filter. Spüle zunächst das Filterpapier mit heißem Wasser aus, dadurch verliert es seinen Eigengeschmack , außerdem bewirkt dieser Vorgang das sich der Filter an das Porzellan ansaugt. Schöner Nebeneffekt, durch das heiße Wasser wird die Kanne vorgewärmt. Schütte das Wasser hinterher wieder aus.
  • Nun gibst du das gemahlene Kaffeepulver in den Filter. Kurz im Filter schütteln, damit sich eine ebene Oberfläche bildet, nun sollte das Kaffeepulver mittig platziert sein.
  • Jetzt beginnst du das Kaffeemehl mit langsam und gleichmäßig zu befeuchten, der Kaffee sollte vollständig mit Wasser bedeckt sein, jedoch nicht schwimmen. Dieses gleichmäßige Durchweichen oder auch quellen, dauert ungefähr 30 Sekunden. Es treten kleine Bläschen auf, dies sind Gase die aus dem Kaffee entweichen. Den ganzen Vorgang bezeichnet man als “Blooming” ( aus dem Englischen, das Aufblühen) – das paßt ganz gut finde ich.
  • In kreisenden Bewegungen gießt du nun weiteres Wasser auf, bis es kurz vor dem Rand des Filters ankommt. Hast du noch Wasser übrig, warte bis das Wasser des ersten Durchgangs vollständig durchgelaufen ist. Nun gießt du nach. Hat sich Kaffeemehl an dem Rand des Filters festgesetzt, löse es mit einem gezielten Strahl aus dem Wasserkocher.
  • Fertig, jetzt kommt der Genuss

 

Die Zubereitung von Kaffee im Handfilter – welchen Filter nehme ich?

Nach Möglichkeit sollte ein Por­ze­llan­fil­ter verwendet werden, da dieser ge­schmacks­neutral ist und die Wärme spei­chert. Ich selber nutze diesen Filter.
Es gibt zwei verschiedene (gängige ) Größen an Filtern
– die kleinere Größe für 1-2 Tassen
– die größere Größe für bis zu 6 Tassen

Handfilter oder French Press, welche Methode passt zu mir?

Die Methode die am besten zu dir passt, ist immer die, bei der dir der Kaffee am besten schmeckt. Bei der Zubereitung mit der French Press , entsteht ein besonders kräftiger Kaffee, denn das Kaffeepulver hat lange Kontakt mit dem Wasser. Am Ende wird das Kaffeepulver mit einem Metallsieb eher “gestempelt” , daher stammt wird diese Kanne auch oft Stempelkanne genannt. Das Kaffeepulver wird während der Ziehdauer komplett mit dem heißen Wasser vermengt. Es schwimmt sozusagen im Brühwasser und wird erst am Ende der Ziehzeit gefiltert.
Dadurch das nicht durch ein Filterpapier gefiltert wurde, bleiben im Kaffee aus der Stempelkanne kleine Schwebeteilchen vom Kaffeepulver, Fette und Öle zurück. Ein Vorteil der  French Press, ich kann sehr schnell größere Mengen Kaffee zubereiten.

Ein paar Tipps von mir zur Zubereitung von Kaffee im Handfilter

– im Idealfall wird das Wasser nur so schnell in den Handfilter gegossen, wie es auch wieder heraus tropft
– der Kaffee sollte nach 3 bis 4 Minuten fertig sein. Passe den Mahlgrad entsprechend feiner oder gröber an, falls dein Kaffee zu lange oder zu kurz durchläuft
– die Wassertemperatur sollte nie über 95° C liegen, da der Kaffee sonst verbrennt und unangenehme Aromen und Bitterstoffe abgibt
– der Kaffee schmeckt dir nicht, obwohl du alle Punkte in der Beschreibung berücksichtigt hast, dann versuche es mit einem anderen Kaffee.

zubereitete Tasse Kaffee im HandfilterSo, jetzt ist der Kaffee fertig. Ich schnappe mir jetzt eine Tasse und werde diese in Ruhe genießen – ein Highlight für mich

Eure
Nicole