Schlagwort: Espresso

Was ist eigentlich ein Ristretto?

Beitragsbil Ristretto in Tasse

Habt ihr schon mal einen Ristretto angeboten bekommen?
Meinen ersten Ristretto habe ich vor einiger Zeit in Italien getrunken. Mir war nicht ganz klar was mich erwartet. So war ich erstmal enttäuscht als ich in einer Espressotasse nicht mehr als eine kleine Pfütze serviert bekommen habe. Doch dann kam das Geschmackserlebnis – schokoladig, rund mit ordentlich Wumms. Genau richtig um einen Kaffee-Junkie wie mich aus einemTagestief zu holen.

Beitragsbil Ristretto in Tasse

Was ist ein Ristretto?

Es ist ein stark konzentrierter Espresso. Die Menge an Espressomehl bleibt identisch, doch es darf nur die Hälfte an Wasser durchlaufen, sprich 15-20 ml. Heraus kommt ein hoch konzentrierter Kaffee, sehr stark und sehr intensiv. Vielleicht nicht für jeden das richtige Geschmackserlebnis. Doch ich mag die Abwechslung- es ist weniger Koffein als in einer Tasse Kaffee und bringt euch trotzdem richtig nach vorne.

Woher kommt der Ristretto?

Ristretto wie schön das schon klingt …. bei diesem Klang, kann diese Kaffeespezialität, wie soviele andere nur aus Bella Italia kommen. Der Espresso kommt aus Mailand und hat von dort aus seinen Siegeszug angetreten. Im Süden Italiens ist der Ristretto, als Abwandlung des Espressos besonders beliebt.Doch im ganzen Mittelmeerraum  ist Espresso beliebt. Er wird in  Italien den ganzen Tag über getrunken, zwischendurch als Abwechslung  gerne mal ein Ristretto.
Je südlicher ihr in Italien unterwegs seid, desto reduzierter ist der Ristretto.

Was heißt Ristretto auf deutsch?

Das italienische Wort Ristretto bedeutet wenig schmeichelhaft “der Beschränkte”.
Doch beschränkt meint lediglich die Menge des Wassers und nicht das Aroma. Ganz im Gegenteil, bei richtiger Zubereitung ist der Geschmack intensiv und kräftig.

Wie bereite ich einen Ristretto zu?

Es gibt zwei Möglichkeiten einen Ristretto zuzubereiten:
Für beide Zubereitungen gilt: Ristretto wird mit 10-12 g Kaffee zubereitet.
Der Weg zum Getränk ist allerdings unterschiedlich:

  • Die erste Zubereitungsart kommt dem Espresso sehr nahe, die Durchlaufzeit und die Menge des Kaffees werden wie bei einem Espresso gewählt. Die Bohnen werden allerdings feiner gemahlen. So habt ihr bei gleicher Extraktionszeit weniger Kaffee in der Tasse. Ihr könnt euch einen hochkonzentrierten Espresso vorstellen
  • die zweite Möglichkeit einen Ristretto zuzubereiten, wieder die gleiche Menge an Kaffeemehl wie bei einem Espresso. Allerdings wird der Kaffee gröber gemahlen, so das das Wasser schneller durch den Siebträger läuft. Bereits nach 15 Sekunden ist der Ristretto fertig

Beitragsbild Ristretto Kaffeepulver

Mir persönlich schmeckt die zweite Variante besser. Und euch? Habt ihr Ristretto schon mal auf unterschiedlicher Weise zubereitet?

Hier die Zubereitung, Schritt für Schritt

  1. Espressotasse vorwärmen
  2. Espressobohnen (je nach Zubereitungsart ) direkt in den Sibeträger fein mahlen
  3. Kaffeemehl im Siebträger leveln und tampern
  4. Siebträger in die Brühgruppe einspannen und den Bezug starten
  5. Bezug nach ca. 15 Sekunden stoppen, circa 15ml
  6. Umrühren und genießen

Welche Espressobohnen soll ich für einen Ristretto nehmen?

Da kann ich euch jetzt leider nicht die eine Antwort drauf geben. Die eine Espressobohne gibt es nicht. Bei uns gibt es verschiedenste Möglichkeiten, zum Beispiel finde ich unsere kräftige Hausmischung als Ristretto sehr vollmundig und rund. Doch es schmeckt mir auch eine 100% Arabica Röstung,  da schmeckt mir  Espresso aus Honduras besonders gut.
Die Entscheidung liegt ganz bei euch und euren persönlichen Vorlieben.
Um die passenden Epressobohne für euch zu finden, hilft nur eins: probieren, probieren, probieren.

Welche Getränke werden aus Espresso, außer Ristretto, noch zubereitet?

  • Caffè doppio – doppelter Espresso
  • Espresso lungo – Espresso mit mehr Wasser
  • Espresso macchiato – Espresso mit wenig Milchschaum
  • Latte macchiato – aufgeschäumte, warme Milch mit Espresso
  • Caffè latte – je zur Hälfte heiße Milch und Espresso
  • Caffè americano – ein Espresso in einer großen Tasse, mit heißem Wasser aufgefüllt
  • Caffè corretto – Espresso mit hochprozentigem Alkohol
  • Marocchino – Espresso mit Milchschaum und Kakaopulver
  • Affogato al caffè – Eine Kugel Speiseeis mit heißem Espresso übergossen, dazu habe ich einen ausführlichen Artikel geschrieben

Beitragsbild Ristretto im Glas

Dos and donts:

  • auf jeden Fall die Espressotasse vorwärmen. Eine Tasse aus dickem Porzellan finde ich ist Pflicht. Besonders bei einem Ristretto, aufgrund der geringeren Menge. Grundsätzlich gilt, in einer vorgewärmten Tasse kühlt der Espresso nicht so schnell ab. Außerdem hat die Crema so einen viel besseren Stand.
  • Kaffee immer frisch kaufen und nicht auf Vorrat
  • wenn möglich immer ganze Bohnen kaufen, denn diese konservieren den Geschmack und das Aroma am besten

So, jetzt steht eurem Kaffeeglück nichts mehr im Wege.
Wann habt ihr das letzte Mal eine Kaffeespezialität ausprobiert?

eure
Nicole

 

Robusta Kaffee – die unterschätzte Kaffeesorte

Robusta Kaffee, mit einer satten Crema

Einige von euch rollen jetzt bestimmt mit den Augen, doch ich bleibe dabei: gebt Robusta Kaffee eine Chance. In den vergangenen Jahren habe ich vorallem eines gelernt, die Bohne macht den Geschmack. Eine qualitativ hochwertige Robusta – Kaffeebohne ziehe ich jeder mittelmäßigen Arabica – Kaffeebohne vor. Schenkt euch doch noch einen Becher Kaffee ein, dann schauen wir uns Robusta Kaffee mal genauer an.
Robusta Kaffee- die Grundlage dieses Espressos

Seit wann gibt es Robusta Kaffee?

Gegen 1900 wurde Robusta Kaffee das erste Mal eindeutig beschrieben. Rund 150 Jahre später als Arabica Kaffee. Beide Kaffeearten wurden in Afrika entdeckt, Robusta im Kongo und Arabica in Äthopien. Geografisch gesehen sind die Bohnenarten nicht weit entfernt, doch geschmacklich und im Anbau sind sie grundverschieden.

Wie wird Robusta Kaffee angebaut?

Robusta Kaffee wird auch Tieflandkaffee genannt, denn er wächst am besten zwischen 300 und 600 Metern Höhe. Durch sein flaches Wurzelgeflecht könnte die Robustapflanze bereits ab Meeresspiegelhöhe wachsen, zumal sie auch keine Mindestwuchshöhe hat. Robustapflanzen sind widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Parasiten. Die Pflanzen können mehrere Tage hintereinander Temperaturen von über 30 °C aushalten. Sollte es eine Regenperiode geben, auch damit kommen die Pflanzen zurecht.
In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer Erkrankung der Pflanzen.

Die hohe Widerstandsfähigkeit kommt durch den Koffeingehalt, dieser ist bei einer Robusta- Bohne doppelt so hoch wie bei einer Arabica-Bohne. Koffein gilt als natürliches Pflanzengift, sie schützt die Kaffeepflanze vor Insekten, Pilzen und Schädlingen. Das ist der Grund warum Robusta so robust ist. Hättet ihr gedacht das Vietnam das größte Anbaugebiet für Robusta-Kaffee ist? Im weltweiten Vergleich belegt Vietnam Platz zwei hinter Brasilien. Ihr möchtet noch mehr über die Unterschiede zwischen Arabica und Robusta Kaffeebohnen wissen? Darüber habe einen ausführlichen Artikel geschrieben, bitte hier entlang: Der Vergleich von Arabica- und Robusta- Kaffee.

Robusta Kaffee, dunkel geröstet

Warum gibt es überhaupt Robusta Kaffee? Und wie schmeckt Robusta Kaffee?

Könnten wir nicht alle einfach Arabica Kaffee trinken? Klar könnten wir das, doch dann würde uns einiges an Geschmack entgehen. Für mich sollte Robusta Kaffee immer eine schokoladige Note haben, dunkle Schokolade versteht sich. Ansonsten würde ich den Geschmack als bitter und ein bißchen erdig beschreiben. Robusta Kaffee hat weniger Säure als Arabica Kaffee. Gleichzeitig ist der Chlorogensäuregehalt in der Robusta- Bohne höher. Daher müssen die Bohnen im Vergleich zum Arabica etwas länger im schonenden Trommelröstverfahren geröstet werden, um die Säuren schonend abzubauen. Denn bei übermässigem Genuss kann Chlorogensäure zu Sodbrennen und Magenschmerzen führen. Falls ihr einen empfindlichen Magen habt, solltet ihr trommelgerösteten Kaffee trinken, denn der Chlorogensäuregehalt ist deutlich niedriger.

Ist Robusta Kaffee ein schlechter Kaffee?

Ein ganz eindeutiges Nein. Allgemein wird Robusta Kaffee als minderwertig angesehen, zu bitter und kräftig. Dagegen die Arabica Kaffeebohne, diese gilt als aromatisch mit einem sehr feinen Säureprofil. Ich finde, diese ist eine sehr undifferenzierte Schlussfolgerung, resultierend aus dem günstigeren Preis der Robusta Bohnen. Günstigere Bohnen werden eher für preiswerte Kaffees genutzt. Doch es gibt sehr gute Robusta-Qualitäten, so wie es auch durchschnittliche Arabica-Bohnen gibt. Ob guter oder schlechter Kaffee, entscheidet die Qualität der Bohne, sowie das Röstverfahren und die Röstdauer. Denn je länger und schonender die Röstung der Kaffeebohnen erfolgt, desto angenehmer und runder wird auch der Geschmack in der Tasse.

Gibt es Besonderheiten bei Robusta Kaffee? Was bedeutet beim Kaffee Robusta?

Euer Espresso schmeckt etwas stärker? Das lässt auf einen höheren Robusta Anteil eurer Kaffeemischung schließen. Durch den Anteil an Robusta-Bohnen entsteht bei der Zubereitung mit dem Siebträger oder auch mit dem Vollautomaten eine deutlich dickere, sattere und voluminösere Crema als aus reinen Arabica Bohnen. Der geringere Anteil an Ölen sorgt dafür das die Crema deutlich länger hält. Zusammen mit ein wenig Zucker nimmt der Espresso eine sehr angenehme Karamellnote an. Na, erinnert euch der Geschmack an euren letzten Italien Urlaub? Besonders in Süditalien gibt es kräftigen und würzigen Espresso zu trinken. Das liegt daran das dort die Kaffeemischungen zu großen Teilen aus dunkel gerösteten Robusta-Kaffeebohnen bestehen. In mancher Mischung beträgt der Anteil 50%. Je weiter wir in Richtung Norden kommen, desto geringer ist der Robusta-Anteil.
Das kraftvolle Aroma der Kaffeemischungen eignet sich sehr gut als Grundlage für die Zubereitung von Kaffee-Milch Kreationen wie Cappuccino, Latte Macchiato oder auch Milchkaffee. Eine Espressokaffee-Mischung ohne Robusta? Das ist für den Geschmack eher schlecht. 

Robusta Kaffee, mit einer satten Crema

Warum werden verschiedene Arabica- und Robusta-Bohnen gemischt?

Fragt ihr euch als Kaffeeliebhaber auch schon mal ab ihr einen Single Origin oder Blend trinken sollt? Zunächst zu den Unterschieden:

  • Single Origin ist Kaffee der aus einem einzigen Anbaugebiet kommt
  • Blend (Englisch für Melange/Mischung) mischt Kaffeesorten aus unterschiedlichen Anbaugebieten. Oftmals haben die einzelnen Sorten auch unterschiedliche Röstgrade. Die beliebteste Mischung ist eine
    Arabica- Robusta -Mischung

Mit einem Blend ist es einfacher, positive Geschmacksnuancen zu unterstützen und negative Nuancen auszugleichen. Es ist eine Möglichkeit um das Beste aus beiden Kaffeesorten herauszuholen. Durch Mischungen können wir Röster gleichbleibende und unverwechselbare Kaffeekompositionen anbieten. Die Möglichkeit um sich von der Konkurenz abzusetzen. 

Und den wirklich guten Espresso erkennt der Kenner an seiner Crema. Es stimmt also. Die Bohne macht den Geschmack.
Wie sieht es bei euch aus, trinkt ihr gerne einen Blend mit Robusta- Anteil?
Ich habe jetzt Kaffeedurst und möchte fertige mir sofort einen Cappuccino, mit meinem Blend, versteht sich.
Eure
Nicole

 

 

Schwarzer Kaffee – oder warum Psychopathen ihren Kaffee schwarz trinken

schwarzer Kaffee - mehr als ein Wachmacher

Schwarzer Kaffee – sofort hat jeder dazu ein Bild im Kopf. Ein Becher dampfender schwarzer Kaffee steht vor euch – es gibt nichts Schöneres? Viele von euch verziehen jetzt das Gesicht, Kaffee ohne Milch und Zucker, schmeckt das überhaupt? Und ob! In diesem Beitrag habe ich mich intensiv mit dem Thema schwarzer Kaffee beschäftigt. Besonders überrascht hat mich die Studie das Menschen die ihren Kaffee schwarz bevorzugen, psychopathische Verhaltensweisen an den Tag legen, doch davon später mehr. Jetzt trink ich erstmal einen Kaffee.

schwarzer Kaffee - mehr als ein Wachmacher

Warum ist schwarzer Kaffee gesund?

Um unsere Körperzellen vor schädlichen Einflüssen zu schützen benötigen wir natürliche Inhaltsstoffe, die Antioxidanzien. Mediziner wissen seit einiger Zeit, das kein anderes Lebensmittel soviel Antioxidanzien wie Kaffee enthält. Antioxidanzien sind auch in Obst und Gemüse reichlich vorhanden, doch scheint der Körper sie im Kaffee besonders gut aufzunehmen.
Schwarzer Kaffee hilft uns beim Frühjahrsputz unseres Körpers, denn nachweislich regt Kaffee  die Autophagie an. Dabei handelt es sich um einen Prozess der Zellerneuerung, abgestorbene Zellen werden abgebaut und erneuert. Warum das funktioniert ist noch nicht ganz klar, Wissenschafter vermuten das die sekundären Pflanzenstoffe, bei Kaffee die Polyphenole, die Entschlackung der Zellen in Schwung bringt. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr normalen oder entkoffeenierten Kaffee trinkt. Ihr solltet den Kaffee ohne tierische Milch trinken, denn diese hemmt die Zellerneuerung. Schwarzer Kaffee schmeckt euch nicht? Versucht es mit einer pflanzlichen Alternative wie Soja- oder Mandelmilch.

Macht schwarzer Kaffee schön?

Aufgrund der vielen positiven Inhaltsstoffe, allen voran der Antioxidantien, versorgt euch euer Kaffee mit jeder Menge Nährstoffen. Wenn ihr gesund seid – seid ihr dann nicht automatisch schön? Ihr merkt, so pauschal ist das nicht zu beantworten. Am Ende des Artikels habe ich noch ein paar Tipps für euch zusammengestellt, was ihr mit schwarzem Kaffee noch so alles anstellen könnt. Da geht es auch um das Thema äußerliche Schönheit, zum Beispiel wie ihr euch ein Kaffeepeeling selber macht.

Warum ist schwarzer Kaffee schwarz?

Das ist schnell beantwortet, die Farbe erhält Kaffee beim Röstvorgang. Es entstehen Melanoidine, das sind antioxidativ wirkende Pigmente, die den Kaffee schwarz machen.

Welchen ph-Wert hat schwarzer Kaffee?

Ohne Säure geht es nicht, würde Kaffee nach dem Brühvorgang auf einen neutralen pH-Wert von  pH 7,0 gebracht, schmeckt er wie Asche. Doch die Bandbreite des Säuregrades im Kaffee reicht von von etwa pH 4, 5 bis 5,0. Das ist nicht viel, Tee hat einen pH- Wert von 5,5. Mehr Säure, also einen niedrigeren pH-Wert haben zum Beispiel Cola (pH 2,0-3,0) und Orangen- oder Apfelsaft (pH 3,5)  [Quelle: Wikipedia, pH-Wert].

Wieviel Koffein hat schwarzer Kaffee?

Eure Tasse schwarzer Kaffee enthält ungefähr eine Menge von 60-100mg Koffein. Die empfohlene Menge an täglichem Koffein beträgt 400mg. Ihr könnt also problemlos 4-5 Tassen am Tag trinken. Trinkt ihr Milch im Kaffee – so verändert das nicht den Koffeingehalt, sondern lediglich die Menge in der Tasse. Oft wird vermutet das starker Kaffee besonders viel Koffein enthält. Der starke Geschmack hat nichts mit Koffein zu tun. Der starke oder auch kräftige Geschmack richtet sich vor allem nach der Kaffeesorte, der Röstung, der verwendeten Kaffeemenge und nach der Art der Kaffeezubereitung. Ein Espresso enthält beispielsweise nur 25-30 mg Koffein pro Tasse. Hier ist entscheidend wie groß ist meine Tasse und ist Robusta im Espresso enthalten? Die Kaffeesorten enthalten unterschiedlich viel Koffein

  • Arabica Kaffee hat einen Koffeingehalt von 0,8%-1,4%
  • Robusta Kaffee hat einen Koffeeingehalt von 1,7%-4%

Schwarzer Kaffee, schwarze Seele – oder warum Psychopathen ihren Kaffee schwarz trinken

Seit einiger Zeit werde ich immer mal wieder gefragt ob es richtig ist das Psychopathen am liebsten ihren Kaffee schwarz trinken. Woher kommt diese Frage? Für eine Studie an der Universität Innsbruck wurden 1000 Personen darum gebeten, ihre Geschmacksvorlieben zu dokumentieren. Es wurde nach Persönlichkeitsmerkmalen (zum Beispiel:  Sadismus und Aggressivität) und Persönlichkeitspsychologie ( zum Beispiel: Offenheit und Gewissenhaftigkeit) gefragt. Das Ergebnis: wer psychopathische Persönlichkeitszüge besitzt hat auch eine Vorliebe für bittere Geschmacksrichtungen. Das heißt Psychopathen stehen außer auf Kaffee auch auf Gin Tonic, Bier und bittere Schokolade. Ihr trinkt lieber Milchkaffee? Ja, dann seid ihr laut den Innsbrucker Forschern einfühlsam, freundlich, liebevoll, ach einfach rundum ein sympathischer Mensch. Doch Vorsicht, die Forscher selbst weisen darauf hin das die Ergebnisse nicht ganz repräsentativ sind. Die Teilnehmer der Studie durften ihre Geschmacksvorlieben selber bewerten. Das fällt die subjektive Bewertung unterschiedlich aus. Außerdem ist unser Geschmack ja auch von kulturellen Faktoren und der Erziehung beeinflusst.

Überlegt ihr euch freiwillig einweisen zu lassen oder zählt ihr schon mal die Anzahl der vermeintliche Psychopathen im Freundeskreis? Ich gönne mir jetzt noch einen Becher schwarzen Kaffee und ignoriere die ersten psychopathischen Tendenzen.

Hat schwarzer Kaffee Kalorien?

Die gute Nachricht direkt vorab, schwarzer Kaffee hat so gut wie keine Kalorien. Die Angaben schwanken zwischen 3-4 Kalorien pro Tasse. Eine Tasse Kaffee mit viel Milch und Zucker hat natürlich deutlich mehr Kalorien.
Der Chocolate Cream Frappuccino von Starbucks bringt es in der kleinsten Ausführung immerhin auf 253 Kalorien, vorallem Sahne und Vollmilch sind dafür verantwortlich. Kommen dann noch leckere Zusätze und Toppings wie zum Beispiel Sirup hinzu, dann habt ihr damit schon schnell ein Drittel des täglichen Kalorienbedarfs gedeckt. Eine kleine Übersicht  verschiedener Getränke und deren Kalorienmenge, wobei der Espresso aufgrund seiner Größe natürlich besonders gut abschneidet:

  • Espresso 30 ml: 2 Kalorien
  • Tasse Kaffee 200 ml 4 Kalorien
  • Latte Macchiato 130 Kalorien
  • Cappuccino 100 Kalorien

Warum hilft schwarzer Kaffee mit Zitrone bei Kopfschmerzen?

Für viele von euch sind Kopfschmerzen ein häufiges Thema, vielleicht hilft kann euch da Kaffee mit Zitrone helfen. Wahrscheinlich kennen einige von euch diesen Tipp sogar noch von der Oma, denn es ist ein durchaus bekanntes Hausmittel. Ihr nehmt einen schwarzen Kaffee oder auch einen Espresso und presst den Saft einer halben Zitrone hinein. Bitte keinen Zucker hinzufügen. Wer von euch einen empfindlichen Magen hat, sollte wegen der Säure vorsichtig sein. Doch warum wirkt das Hausmittel? Jetzt wird es medizinisch, Koffein als Wirkstoff ist in einigen Schmerzmitteln enthalten und daher bekannt. Doch die körpereigene Schmerzlinderung wird durch den Zusatz von Zitrone positiv beeinflusst. Im Körper bildet sich ein Enzym, das für die Freisetzung von Prostaglandinen zuständig ist. Koffein verhindert die Ausschüttung dieser Enzyme. Dies alles hilft bei leichtem Kopfschmerz und ersetzt keinen Arztbesuch.

schwarzer Kaffee mit Zitrone gegen Kopfschmerz

Hilft schwarzer Kaffee bei Durchfall?

Ganz klares – nein. Wenn ihr Durchfall habt, solltet ihr auf Kaffee verzichten. Denn Koffein regt die Verdauung an und das kann zu einer Verschlimmerung des Durchfalls führen. Doch anders kann es aussehen wenn ihr an Verstopfung leidet, dann kann Kaffee den Darm anregen.

Hier noch ein paar Ideen was ihr mit schwarzem Kaffee noch so alles anstellen könnt:

  1. Das ist doch kalter Kaffee – ok, ich verrate euch das Rezept trotzdem. Vorsicht, dieses Rezept nur bei braunem und schwarzem Haar anwenden. Euren kalten Kaffeesatz und auch den restlichen kalten Kaffee nicht wegwerfen, sondern auf Kopfhaut und ins Haar massieren. Durch das Koffein werden stumpfe Haare wieder glänzend
  2. Ihr habt noch kalten Kaffeesatz über? Macht ein Peeling daraus, einfach mit Olivenöl vermischen. Reibt es sanft auf die Haut, nach ungefähr 10 Minuten wieder abwaschen und schon habt ihr eine ganz zarte, gut durchblutete Haut
  3. War die Party gestern gut? Sieht man es euch heute an? Nehmt kühlen oder kalten Kaffee, tränkt ein Wattepad damit und legt dieses auf das geschwollene Auge. Ruckzuck sind Augenringe und Tränensäcke gemildert – Dank ans Koffein

Fazit: Ihr könnt jede Kaffeebohne als schwarzen Kaffee trinken. Doch es gibt einige qualitative Unterschiede, die ihr beim Kauf beachten solltest. Falls ihr vorher nicht immer schwarzen Kaffee getrunken habt, fangt mit Arabica Kaffee an. Arabica Kaffee ist weniger bitter und hat einen geringeren Chlorogensäuregehalt, was ihn magenverträglich macht

  • die Bohnen sollten schonend geröstet sein, für Filterkaffee ist meine Empfehlung, maximal 19 Minuten nicht über 230°C. Der Kaffee im Supermarktregal ist oft nicht der richtige, es handelt sich um Industrieröstungen und diese sind nicht magenfreundlich
  • zu Beginn würde ich mit einem milden Arabica Kaffee anfangen, meine Empfehlung ist Little Flower, ein aromatischer, milder Kaffee aus Indien. Dieser Kaffee hat so gut wie keine Bitterstoffe und ist hervorragend geeignet um pur getrunken zu werden

 

Wenn ihr mehr wissen möchtet zum Thema schwarzen Kaffee , einen ausführlichen Artikel zum Thema Kaffee kaufen. habe ich euch verlinkt.
Auf jeden Fall ist schwarzer Kaffee besser als sein Ruf, ich gönne mir jetzt ein Tässchen.

schwarzer Kaffee in einem Korb

Eure
Nicole

Affogato al Caffè – so schmeckt Sommer

Affogato al Caffè - so geht Sommer

Bietet euch jemand ein Affogato al Caffè oder schlicht einen Affogato an, nehmt bitte sofort an. Für mich geht Affogato al Caffè als Eiskaffeeliebhaberin ja immer – es war Liebe auf den ersten Blick, als ich ihn vor Jahren das erste Mal in Amerika getrunken habe. Also wer von euch Espresso mag und gern Koffeeinhaltiges trinkt sollte ihn probieren

Affogato al Caffè - so geht Sommer

Affogato was ist das?

Affogato oder auch ganz korrekt Affogato al Caffè benötigt nur zwei Zutaten, Espresso und Vanilleeis. Natürlich kommt dieses Rezept aus Italien, wo der Espresso und Eis traditionell eine große Rolle spielen. Du gießt über eine Kugel Vanilleeis einen Espresso. So köstlich und so einfach herzustellen.

Was heißt Affogato?

Affogato ist nur ein Teil des Namens. Vollständig heisst das Sommergertränk Affogato al caffé. Es ist italienisch und bedeutet im Kaffee ertrunken. Deshalb amüsiert es vorallem Italiener wenn ein Espresso Affogato angeboten wird, die Übersetzung wäre ja ertrunkener Espresso und genau das soll er ja nicht sein.

Affogato al caffé: Die Zubereitung

Ein Affogato besteht allein aus Eis und Espresso. Sahne, Sirup und Gedöns sind hier fehl am Platz. Der leckere Sommerkaffee braucht das alles nicht

  • gebt eine Kugel Vanilleeis in eine Tasse
  • brüh deinen Lieblingsespresso frisch auf
  • nun übergießt das Eis mit dem Espresso
  • gegessen wird Affogato al caffè mit einem kleinen Löffel, der Rest wird ausgetrunken

Zubereitung Affogato al Caffè

Varianten

Ihr probiert gern aus? Dann sind der neben Variante mit Vanilleeis sind euren Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wie immer es ist erlaubt was schmeckt. Einige Variationen

  • versuche es mal mit einer anderen Eissorte. Nusseis oder auch Karamelleis sind gut geeignet
  • Sahne, geht immer und wer zählt im Sommer schon Kalorien?
  • Kakaosplitter und Schokoladensauce
  • zerkleinere ein paar Amaretinis und gebe sie zuerst in die Tasse
  • ein Schuß Amaretto – warum nicht?

Wieviel Kalorien hat ein Affogato al Caffé?

Ein Espresso kommt ganz schlank daher mit ungefähr 2 Kalorien je 30 ml. Eine Kugel Vanilleeis hat ungefähr 75 kcal. Diese Angabe ist natürlich nur ein Anhaltspunkt, es kommt auf die Größe der Kugel an. Die 75 kcal beziehen sich auf ungefähr 50g Eis. Milcheis ist in der Regel kalorienreicher als Fruchteis. Doch die Zusammensetzung und die Grundzutaten machen den größten Unterschied. Fazit: mit knapp unter 80 Kalorien ist der Affoagto der perfekte Nachtisch.

Dos and donts:

  • bitte verwendet einen guten Kaffee, ich nehme gerne Malabar Espresso, wegen seiner schokoladigen Note
  • auch das Vanilleeis sollte eine gute Qualität haben, wenn ihr es selber machen möchtet, dieses Rezept empfehle ich euch
  • das Eis darf ruhig ein bißchen antauen, denn wenn du über das tiefgekühlte Eis den Espresso gießt, bilden sich Eiskristalle. Eiskristalle verändern den Geschmack des Eises und auch das Gefühl auf der Zunge
  • bloß nicht rumtrödeln, der Affogato muß sofort serviert werden, sonst ist der heiß-kalt Effekt weg
  • achtet auf jeden Fall darauf das du den Espresso über das Eis gibst und nicht umgekehrt

Affogato al Caffè - lecker war es

Dieses Rezept finde ich so klasse, weil es kaum Vorbereitung benötigt. Affogato al Caffè ist eine sehr leckere Möglichkeit das Leben angenehm zu verbringen und guten Kaffee zu trinken. Habt ihr ihn schon ausprobiert? Oder vielleicht einen Tipp wie wir sonst mit Kaffee und bei diesem Wetter am besten durch den Tag kommen?

Eure
Nicole

 



Kaffee in Italien – warum man in Italien gar keinen schlechten Kaffee bekommen kann

Kaffee in Italien

Bella Italia – wir kommen. Ferien in einer ehemaligen Schule. Vor ein paar Wochen habe wir Ferien in Italien verbracht. Ich mag Italien, die Menschen, die Landschaft, das Essen und natürlich auch den Kaffee. Kaffee in Italien, ich finde das klingt schon sofort nach Urlaub oder? Da wir mit dem Auto unterwegs waren, wollten wir nicht zu lang fahren. Unser Ziel war Norditalien, die Provinz Vicenza.  Ein kleines Bed&Brunch in dem Dorf Lusiana, dort wo Italien eben noch Italien ist.Kaffee in Italien

Ferien in einer ehemaligen Schule?

Das ist in der La Scuola ganz einfach. Die Locanda La Scuola, ist eine umgebaute Schule aus den 1920er Jahren. Jedes der 5 Zimmer ist noch immer nach Unterrichtsfächern benannt – Erdkunde, Arithmetik oder das Lehrerzimmer.  Mathe wird hier nicht, auf dem Stundenplan stehen stattdessen : Ausruhen und die Seele baumeln lassen. Einen Pool gibt es nicht, auch keinen Fernseher – das hat es früher in der Schule schließlich auch nicht gegeben. Besonders gefallen hat mir der wunderschöne Frühstücks- und Gemeinschaftsraum – früher war hier eines der beiden Klassenzimmer. Ach, überhaupt, das Frühstück, dieses besteht aus leckeren, lokalen Zutaten, die frisch auf dem Markt gekauft oder selber hergestellt werden. Valeria, die Besitzerin  der La Scuola, gibt auf Anfrage gerne Tipps wo in der Nähe gut und regional gegessen werden kann. Jeder dieser Tipps war für uns eine tolle Entdeckung.
Übernachtet haben wir drei in einem Doppelzimmer, mit Zustellbett für unser Kind. Jedes Zimmer verfügt über ein renoviertes Bad mit Dusche, ein Zimmer verfügt sogar über eine Badewanne. Im Zimmer Arithmetik sind auch Hunde erlaubt.
Alles in allem ein zauberhafter Ort der mein Herz sofort hat höher schlagen lassen.
Falls ihr mehr über dieses zauberhafte Gästehaus in Italien erfahren möchtet, ich habe es euch verlinkt. Und nein, ich habe den Aufenthalt nicht geschenkt bekommen oder günstiger erhalten.

 

Kaffee-in-Italien- unser Hotel

Die Einrichtung stimmt bis ins kleinste Detail

Kaffeekultur in Italien

Kaffee-in-Italien

In jeder Bar bekommst du leckeren Espresso, versuche es einfach mal

»Prendiamo un caffè!« Lass uns einen Kaffee trinken. Wenn ihr diese Worte in Italien hört, geht es um Espresso. Die Italiener kombinieren  ihren Espresso gerne mit anderen Zutaten und haben so den Cappuccino, den Latte Macchiato und andere Kaffeespezialitäten erfunden. Espresso wird in Italien einfach so getrunken oder auch zu einem Zeitpunkt des Tages, an dem wir in Deutschland einen Cappuccino trinken.
Hier meine Tipps für Kaffeegenuss in Italien:

  • – Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Was in Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern als Espresso getrunken wird, heißt in Italien einfach Caffè . Bestellst du einen Caffè doppio, bekommst du zum Beispiel  einen doppelten Espresso
    – du möchtest nur einen Kaffee trinken? Dann setzte dich in einer italienischen Bar nicht an einen Tisch. Die meisten Italiener trinken ihren Kaffee meistens an der Theke im Stehen. Bis du dich gesetzt hast, ist der Einheimische schon wieder draußen. Gibt es Ausnahmen? Ja, die Sonne scheint auf die Terrasse und es gibt wirklich nichts anderes zu tun
    – jetzt wird es hard für die Filterkaffeetrinker unter euch, denn Filterkaffee gibt es in Italien nicht. Es gibt zwei Möglichkeiten um eine größere Menge Caffè zu bestellen: du bestellst einen Caffè americano, also einen Espresso mit heißem Wasser oder einen Caffè lungo, einen Espresso der mit der doppelten Wassermenge zubereitet wurde
    – Kaffee mit Milch in allerlei Variationen, als Cappuccino oder Caffè latte sind in Italien nur am Vormittag üblich. Gerne auch als Getränk zu einem kleinen Frühstück. Bitte nicht statt eines Caffè latte nur mit dem Wort latte bestellen. Serviert wird dir dann ein Glas Milch.

Kaffee aus Italien mitbringen

Du hast in Italien einen tollen Kaffee entdeckt und möchtest diesen jetzt deinen Freunden mitbringen. Bis zu 10kg ist das kein Problem, für den privaten Gebrauch.
Beim Kauf solltest du darauf achten das der Kaffee frisch geröstet wurde. Die Verpackungen sollten alle gut verschweißt sein, sonst könnte das Aroma zuhause verflogen sein – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wo trinke ich in Italien den besten Kaffee?

In Italien gibt es in der Regel sogar auf Tankstellen gute Kaffeemaschinen. Diese können auch professionell bedient werden. Das heißt guten Kaffee in Italien gibt es an jeder Ecke.
In den Bars werden häufig Kaffeemischungen mit einem hohen Robusta- Anteil verwendet.
In vielen Städten in Italien ist die Wasserqualität nicht so gut. Durch einen hohen PH-Wert entsteht ein hoher Kalkgehalt, dieser würde die feinen Fruchtsäuren eines Arabica Kaffees neutralisieren. Viele Male habe ich mich in Italien über Kaffee unterhalten, häufig wurde mir ein Sprichwort genannt : „il caffé, per essere buono, deve essere nero come la notte, dolce come          l´amore e caldo come l´inferno“. Übersetzt bedeutet das, um gut zu sein, soll der Kaffee, schwarz wie die Nacht, süß wie die Liebe und heiß wie die Hölle sein muss.

Kaffee-in-Italien

Zum Frühstück, wie in Italien üblich, Kaffee mit viel Milch

Kaffee in Italien – wann trinken die Italiener Kaffee?

Zwischen den Trinkgewohnheiten in Deutschland und denen in Italien gibt es große Unterschiede. Cappuccino und Latte Macchiato sind in Italien, zusammen mit einem dolce, klassische Frühstücksbestandteile und werden eigentlich nicht nach 11 Uhr morgens getrunken, vor allem nicht am Nachmittag oder nach einer Mahlzeit. Mit unserer Angewohnheit einen Cappuccino nach dem Essen zu trinken, outen wir uns sofort als Tourist.
Aus meiner Sicht machen Italiener alles richtig:
Nach dem Essen wird ein Espresso nämlich der Idee eines sog. »Magenputzers« viel gerechter als ein Schnaps. Der Schnaps verlangsamt die Magentätigkeit nur kurzfristigt statt die Verdauung in Schwung zu bringen. Die Präsenz des Espressos im italienischen Alltag erklärt auch, warum es ausgerechnet davon so viele Variationen gibt.

Wie kam der Kaffee nach Italien?

Europäische Kaufleute aus, Venedig, Genua und Marseille holten die arabische Spezialität in ihre Städte.1645 eröffnete in Venedig  das erste Kaffeehaus, weitere folgten in Oxford, London, Marseille. Die Kaffeekultur in Wien hingegen kam erst später hinzu. War der Kaffee in Italien anfangs noch ein Luxusgetränk und der oberen Gesellschaftsschicht vorenthalten, so wurde er spätestens mit der Erfindung des caffettiera zu einem Getränk für das ganze Volk. Noch heute ist die caffettiera aus dem Alltag der Italiener nicht weg zu denken. Die kleine Kaffeemaschine aus Metall gehört ebenso zur Grundausstattung wie Teller und Besteck.

Kaffee in Italien – vier populäre Arten um Espresso nicht pur zu trinken

In Italien wird der Espresso nicht nur pur getrunken, es gibt vier beliebte Getränke mit Espresso als Grundlage:
–  Caffè macchiato – ein Espresso mit  und damit auch die ideale Entschuldigung für (deutsche) Touristen, die nach dem Mittagessen etwas Ähnliches wie Cappuccino haben wollen, ohne in ein ‚Fettnäpfchen’ zu treten
– für diejenigen wiederum, die in Gedanken immer noch beim ein paar Zeilen weiter oben erwähnten Schnaps sind, bietet sich der Caffè correto an, denn diese ‚korrigierte’ Art des Kaffees enthält einen Schuss Grappa oder Sambuca
– Caffè americano und Caffè lungo schließlich bestehen beide jeweils aus einem mit heißem Wasser verlängerten Espresso. Der Americano ist im Vergleich etwas schwächer.

Kaffee in Italien und du bist schon wieder in Deutschland? Dann empfehle ich dir meine kräftige Espresso Mischung – Augen schließen, Espresso trinken und schon sitzt ihr wieder auf der Lieblingspiazza……..

Wo trinkst du am liebsten deinen Espresso?

Eure
Nicole

 

 

Der Unterschied zwischen Arabica und Robusta

Arabica und Robusta Rohbohne Vergleich einzelne Bohne

Du röstetest auch Robusta? Nicht ausschließlich Arabica?
Eine Frage die ich immer wieder gestellt bekomme.
Zeit um sich die zwei verschiedenen Bohnen mal näher anzuschauen.
Arabica und Robusta sind die wirtschaftlich bedeutesten Sorten der Kaffeepflanze. Weltweit werden etwa 3 mal mehr Arabica- als Robustapflanzen angebaut. Andere Sorten wie zum Beispiel Coffea liberica oder Coffea excelsa sind eher als Exoten einzustufen.

Anbau

Kaffeepflanzen sind wählerisch: Sie gedeihen nur im tropischen Äquatorklima des “Kaffeegürtels” ideal. Der Kaffeegürtel umfasst ungefähr 80 Länder. In dieser Lage rund um den Äquator herrscht ein feucht-trockenes Wechselklima. Vor allem zeichnet es sich dadurch aus, dass es keine extremen Temperaturen und ausreichend viel Niederschlag gibt. Die Bodenbeschaffenheit im Kaffeegürtel ist für Kaffeepflanzen optimal, der Boden ist nährstoffreich und leicht sauer.
Arabica-Pflanzen sind sensibler als Robusta-Pflanzen, sie wachsen nur in Höhenlagen und bei gemäßigten Temperaturen bis 25° C. Robusta-Pflanzen dagegen gedeihen auch im Flachland nehmen zudem Temperaturen über 30° C nicht übel. .

 

Aussehen

Der deutlichste Unterschied ist sicherlich das Aussehen der Kaffeebohnen. Die Rohkaffeebohne Arabica ist häufig grünlich, manchmal sogar leicht bläulich. Die Rohkaffeebohne der Robusta Pflanze hingegen ist tendenziell gelb-bräunlich. Auch nach der Röstung sind die Bohnen rein äußerlich einfach zu unterscheiden. Arabica Bohnen sind größer, flacher und eher oval geschnitten. Die Robusta Bohne ist erheblich kleiner und eher rundlich. Deshalb werden Arabica Bohnen auch als Flachbohnen und Robusta Bohnen als Rundbohnen bezeichnet.
Auch der Einschnitt auf der Kaffeebohne unterscheidet die beiden Sorten voneinander:

Arabica und Robusta Bohnen im Vergleich

Kaffee Rohbohne Vergleich einzelne Bohne
Während der Einschnitt der Arabica Bohne sanft geschwungen ist, erscheint dieser bei der Robusta Bohne fast kerzengerade.

Geschmack

Arabica Kaffee gilt als bekömmlicher und geschmacklich nuancierter. Charakteristisch für Arabica Kaffee ist der ausgeprägte Duft. Außerdem zeichnet sich diese Bohne durch einen hohen Anteil an Kaffeeölen aus. Sie stehen für feine und fruchtige Geschmacksnoten und sind von einer milden Süße und fruchtig-beerigen Nuancen gekennzeichnet. Die Crema des Arabica Kaffees ist hellhaselnussbraun, teilweise rötlich. Damit entspricht diese Bohne eher dem klassischen Geschmack eines nordeuropäischen Kaffeegenießers. Zudem ist Arabica-Kaffee weniger bitter und hat einen geringeren Chlorogensäuregehalt, was ihn magenverträglicher als Robusta- Kaffee macht.

Robusta – Kaffee, der typische Geschmack, kräftig, teilweise schokoladig und leicht bitter. Doch gerade dieses Aroma wird besonders in Südeuropa geschätzt. Dort wird der Espresso häufig gezuckert. So bekommen die kräftigen Noten einen tieferen Schokoladen- oder auch einen Karamellton. Das ist auch einer der Gründe warum süditalienischen Espressomischungen oft einen Robusta Anteil von 50% und mehr haben.

Hier die Unterschiede für euch auf einen Blick:

Arabica vs Robusta

 

 

 

 

Richtig angebaut, aufbereitet und geröstet, hat jede der Sorten ihre ganz individuellen Vorzüge.

Momentan trinke ich besonders gern meinen Malabar Espresso, der schokoladige intensive Geschmack und die schöne Crema – einfach hmmmmm

eure
Nicole

 

Merken

Merken