Schwarzer Kaffee – oder warum Psychopathen ihren Kaffee schwarz trinken

Schwarzer Kaffee – sofort hat jeder dazu ein Bild im Kopf. Ein Becher dampfender schwarzer Kaffee steht vor euch – es gibt nichts Schöneres? Viele von euch verziehen jetzt das Gesicht, Kaffee ohne Milch und Zucker, schmeckt das überhaupt? Und ob! In diesem Beitrag habe ich mich intensiv mit dem Thema schwarzer Kaffee beschäftigt. Besonders überrascht hat mich die Studie das Menschen die ihren Kaffee schwarz bevorzugen, psychopathische Verhaltensweisen an den Tag legen, doch davon später mehr. Jetzt trink ich erstmal einen Kaffee.

schwarzer Kaffee - mehr als ein Wachmacher

Warum ist schwarzer Kaffee gesund?

Um unsere Körperzellen vor schädlichen Einflüssen zu schützen benötigen wir natürliche Inhaltsstoffe, die Antioxidanzien. Mediziner wissen seit einiger Zeit, das kein anderes Lebensmittel soviel Antioxidanzien wie Kaffee enthält. Antioxidanzien sind auch in Obst und Gemüse reichlich vorhanden, doch scheint der Körper sie im Kaffee besonders gut aufzunehmen.
Schwarzer Kaffee hilft uns beim Frühjahrsputz unseres Körpers, denn nachweislich regt Kaffee  die Autophagie an. Dabei handelt es sich um einen Prozess der Zellerneuerung, abgestorbene Zellen werden abgebaut und erneuert. Warum das funktioniert ist noch nicht ganz klar, Wissenschafter vermuten das die sekundären Pflanzenstoffe, bei Kaffee die Polyphenole, die Entschlackung der Zellen in Schwung bringt. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr normalen oder entkoffeenierten Kaffee trinkt. Ihr solltet den Kaffee ohne tierische Milch trinken, denn diese hemmt die Zellerneuerung. Schwarzer Kaffee schmeckt euch nicht? Versucht es mit einer pflanzlichen Alternative wie Soja- oder Mandelmilch.

Macht schwarzer Kaffee schön?

Aufgrund der vielen positiven Inhaltsstoffe, allen voran der Antioxidantien, versorgt euch euer Kaffee mit jeder Menge Nährstoffen. Wenn ihr gesund seid – seid ihr dann nicht automatisch schön? Ihr merkt, so pauschal ist das nicht zu beantworten. Am Ende des Artikels habe ich noch ein paar Tipps für euch zusammengestellt, was ihr mit schwarzem Kaffee noch so alles anstellen könnt. Da geht es auch um das Thema äußerliche Schönheit, zum Beispiel wie ihr euch ein Kaffeepeeling selber macht.

Warum ist schwarzer Kaffee schwarz?

Das ist schnell beantwortet, die Farbe erhält Kaffee beim Röstvorgang. Es entstehen Melanoidine, das sind antioxidativ wirkende Pigmente, die den Kaffee schwarz machen.

Welchen ph-Wert hat schwarzer Kaffee?

Ohne Säure geht es nicht, würde Kaffee nach dem Brühvorgang auf einen neutralen pH-Wert von  pH 7,0 gebracht, schmeckt er wie Asche. Doch die Bandbreite des Säuregrades im Kaffee reicht von von etwa pH 4, 5 bis 5,0. Das ist nicht viel, Tee hat einen pH- Wert von 5,5. Mehr Säure, also einen niedrigeren pH-Wert haben zum Beispiel Cola (pH 2,0-3,0) und Orangen- oder Apfelsaft (pH 3,5)  [Quelle: Wikipedia, pH-Wert].

Wieviel Koffein hat schwarzer Kaffee?

Eure Tasse schwarzer Kaffee enthält ungefähr eine Menge von 60-100mg Koffein. Die empfohlene Menge an täglichem Koffein beträgt 400mg. Ihr könnt also problemlos 4-5 Tassen am Tag trinken. Trinkt ihr Milch im Kaffee – so verändert das nicht den Koffeingehalt, sondern lediglich die Menge in der Tasse. Oft wird vermutet das starker Kaffee besonders viel Koffein enthält. Der starke Geschmack hat nichts mit Koffein zu tun. Der starke oder auch kräftige Geschmack richtet sich vor allem nach der Kaffeesorte, der Röstung, der verwendeten Kaffeemenge und nach der Art der Kaffeezubereitung. Ein Espresso enthält beispielsweise nur 25-30 mg Koffein pro Tasse. Hier ist entscheidend wie groß ist meine Tasse und ist Robusta im Espresso enthalten? Die Kaffeesorten enthalten unterschiedlich viel Koffein

  • Arabica Kaffee hat einen Koffeingehalt von 0,8%-1,4%
  • Robusta Kaffee hat einen Koffeeingehalt von 1,7%-4%

Schwarzer Kaffee, schwarze Seele – oder warum Psychopathen ihren Kaffee schwarz trinken

Seit einiger Zeit werde ich immer mal wieder gefragt ob es richtig ist das Psychopathen am liebsten ihren Kaffee schwarz trinken. Woher kommt diese Frage? Für eine Studie an der Universität Innsbruck wurden 1000 Personen darum gebeten, ihre Geschmacksvorlieben zu dokumentieren. Es wurde nach Persönlichkeitsmerkmalen (zum Beispiel:  Sadismus und Aggressivität) und Persönlichkeitspsychologie ( zum Beispiel: Offenheit und Gewissenhaftigkeit) gefragt. Das Ergebnis: wer psychopathische Persönlichkeitszüge besitzt hat auch eine Vorliebe für bittere Geschmacksrichtungen. Das heißt Psychopathen stehen außer auf Kaffee auch auf Gin Tonic, Bier und bittere Schokolade. Ihr trinkt lieber Milchkaffee? Ja, dann seid ihr laut den Innsbrucker Forschern einfühlsam, freundlich, liebevoll, ach einfach rundum ein sympathischer Mensch. Doch Vorsicht, die Forscher selbst weisen darauf hin das die Ergebnisse nicht ganz repräsentativ sind. Die Teilnehmer der Studie durften ihre Geschmacksvorlieben selber bewerten. Das fällt die subjektive Bewertung unterschiedlich aus. Außerdem ist unser Geschmack ja auch von kulturellen Faktoren und der Erziehung beeinflusst.

Überlegt ihr euch freiwillig einweisen zu lassen oder zählt ihr schon mal die Anzahl der vermeintliche Psychopathen im Freundeskreis? Ich gönne mir jetzt noch einen Becher schwarzen Kaffee und ignoriere die ersten psychopathischen Tendenzen.

Hat schwarzer Kaffee Kalorien?

Die gute Nachricht direkt vorab, schwarzer Kaffee hat so gut wie keine Kalorien. Die Angaben schwanken zwischen 3-4 Kalorien pro Tasse. Eine Tasse Kaffee mit viel Milch und Zucker hat natürlich deutlich mehr Kalorien.
Der Chocolate Cream Frappuccino von Starbucks bringt es in der kleinsten Ausführung immerhin auf 253 Kalorien, vorallem Sahne und Vollmilch sind dafür verantwortlich. Kommen dann noch leckere Zusätze und Toppings wie zum Beispiel Sirup hinzu, dann habt ihr damit schon schnell ein Drittel des täglichen Kalorienbedarfs gedeckt. Eine kleine Übersicht  verschiedener Getränke und deren Kalorienmenge, wobei der Espresso aufgrund seiner Größe natürlich besonders gut abschneidet:

  • Espresso 30 ml: 2 Kalorien
  • Tasse Kaffee 200 ml 4 Kalorien
  • Latte Macchiato 130 Kalorien
  • Cappuccino 100 Kalorien

Warum hilft schwarzer Kaffee mit Zitrone bei Kopfschmerzen?

Für viele von euch sind Kopfschmerzen ein häufiges Thema, vielleicht hilft kann euch da Kaffee mit Zitrone helfen. Wahrscheinlich kennen einige von euch diesen Tipp sogar noch von der Oma, denn es ist ein durchaus bekanntes Hausmittel. Ihr nehmt einen schwarzen Kaffee oder auch einen Espresso und presst den Saft einer halben Zitrone hinein. Bitte keinen Zucker hinzufügen. Wer von euch einen empfindlichen Magen hat, sollte wegen der Säure vorsichtig sein. Doch warum wirkt das Hausmittel? Jetzt wird es medizinisch, Koffein als Wirkstoff ist in einigen Schmerzmitteln enthalten und daher bekannt. Doch die körpereigene Schmerzlinderung wird durch den Zusatz von Zitrone positiv beeinflusst. Im Körper bildet sich ein Enzym, das für die Freisetzung von Prostaglandinen zuständig ist. Koffein verhindert die Ausschüttung dieser Enzyme. Dies alles hilft bei leichtem Kopfschmerz und ersetzt keinen Arztbesuch.

schwarzer Kaffee mit Zitrone gegen Kopfschmerz

Hilft schwarzer Kaffee bei Durchfall?

Ganz klares – nein. Wenn ihr Durchfall habt, solltet ihr auf Kaffee verzichten. Denn Koffein regt die Verdauung an und das kann zu einer Verschlimmerung des Durchfalls führen. Doch anders kann es aussehen wenn ihr an Verstopfung leidet, dann kann Kaffee den Darm anregen.

Hier noch ein paar Ideen was ihr mit schwarzem Kaffee noch so alles anstellen könnt:

  1. Das ist doch kalter Kaffee – ok, ich verrate euch das Rezept trotzdem. Vorsicht, dieses Rezept nur bei braunem und schwarzem Haar anwenden. Euren kalten Kaffeesatz und auch den restlichen kalten Kaffee nicht wegwerfen, sondern auf Kopfhaut und ins Haar massieren. Durch das Koffein werden stumpfe Haare wieder glänzend
  2. Ihr habt noch kalten Kaffeesatz über? Macht ein Peeling daraus, einfach mit Olivenöl vermischen. Reibt es sanft auf die Haut, nach ungefähr 10 Minuten wieder abwaschen und schon habt ihr eine ganz zarte, gut durchblutete Haut
  3. War die Party gestern gut? Sieht man es euch heute an? Nehmt kühlen oder kalten Kaffee, tränkt ein Wattepad damit und legt dieses auf das geschwollene Auge. Ruckzuck sind Augenringe und Tränensäcke gemildert – Dank ans Koffein

Fazit: Ihr könnt jede Kaffeebohne als schwarzen Kaffee trinken. Doch es gibt einige qualitative Unterschiede, die ihr beim Kauf beachten solltest. Falls ihr vorher nicht immer schwarzen Kaffee getrunken habt, fangt mit Arabica Kaffee an. Arabica Kaffee ist weniger bitter und hat einen geringeren Chlorogensäuregehalt, was ihn magenverträglich macht

  • die Bohnen sollten schonend geröstet sein, für Filterkaffee ist meine Empfehlung, maximal 19 Minuten nicht über 230°C. Der Kaffee im Supermarktregal ist oft nicht der richtige, es handelt sich um Industrieröstungen und diese sind nicht magenfreundlich
  • zu Beginn würde ich mit einem milden Arabica Kaffee anfangen, meine Empfehlung ist Little Flower, ein aromatischer, milder Kaffee aus Indien. Dieser Kaffee hat so gut wie keine Bitterstoffe und ist hervorragend geeignet um pur getrunken zu werden

 

Wenn ihr mehr wissen möchtet zum Thema schwarzen Kaffee , einen ausführlichen Artikel zum Thema Kaffee kaufen. habe ich euch verlinkt.
Auf jeden Fall ist schwarzer Kaffee besser als sein Ruf, ich gönne mir jetzt ein Tässchen.

schwarzer Kaffee in einem Korb

Eure
Nicole

Kategorie Blog

Nicole, Gründerin der Neuen Zeiten und Kaffeerösterin Und sonst: - Kaffee geht immer, Nachwürzen auch - wenn nicht Rheda-Wiedenbrück, dann Berlin - ich liebe schwarz und etwas weiß - ZEIT-Ausgaben haben keine Verfallsdaten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.